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Zürich (awp) - Der Telekomanbieter Orange Schweiz krempelt seine Tarifstruktur weiter um. Knapp ein Jahr nach der Lancierung von Orange Me kommen Ende Juni eine neue Preisstufe sowie Angebote für unter 27-Jährige hinzu, wie die France-Telecom-Tochter am Donnerstag mitteilte.
Orange Me umfasst künftig eine Basisstufe von 10 CHF pro Monat ohne inbegriffene Gesprächsminuten - unabhängig vom Alter. Die Kunden können sich ihr Abo anhand ihres Gesprächs-, SMS- und Surfbedarfs wie in einem Baukasten weiterhin selber zusammenstellen. Davon hängt die monatliche Grundgebühr ab, die neu zwischen 10 (vorher 20) und 120 CHF liegt. Zusätzliche Telefonieminuten kosten neu 40 statt 45 Rappen pro Minute.
Die Gesprächspakete umfassen bereits seit der Lancierung auch Anrufe in weite Teile des Auslands. Mobiles Surfen im Umfang von 1 GB pro Monat ist für 15 CHF möglich. Von den rund 1,5 Mio Orange-Kunden hätten sich bereits rund 320'000 für Orange Me entschieden, führte Matthias Hilpert, Vice President Consumer, aus.
Davon nutzten 30% eine Option für unlimitiertes Sprechen, 40% jene für unlimitiertes SMS-Versenden und 70% für Surfen bis zu 1 GB, hiess es. Die einfache und transparente Tarifstruktur komme bei den Konsumenten zunehmend an.
Wer unter 27 Jahre alt ist, kann Orange Me neu für 10 CHF im Monat mit dem Orange Young Abo kombinieren. Das Angebot umfasst unbegrenztes Telefonieren ins Schweizer Festnetz, ins Orange-Netz, das Abrufen von Sprachnachrichten sowie unbegrenztes Versenden von SMS. Wer für das Gesamtpaket 25 CHF pro Monat zahlt, bekommt 1 GB fürs mobile Surfen dazu.
Orange-Schweiz-Chef Thomas Sieber zeigte sich vor den Medien zuversichtlich, dass sich die Veränderung positiv auf Umsatz und Kundenzahl auswirken wird. Auch insgesamt gab sich der Firmenchef zufrieden. Das Geschäft habe sich im Mai und Juni stabil entwickelt, sagte er im Gespräch mit AWP. Sieber bekräftigte, dass die Muttergesellschaft France Telecom derzeit keine Verkaufspläne für Orange Schweiz habe.
Um die Tarifstruktur auf einen neuen Stand zu bringen, geht Orange auch aktiv Kunden mit Verträgen an, die vor dem Jahr 2006 geschlossen wurden. Die jüngeren Optima-Tarife können aber vorerst weiter verlängert werden. In den nächsten Monaten soll es bei den Tarifen weitere Anpassungen geben, wie Hilpert sagte. Vor allem beim mobilen Surfen ändere sich das Nutzungsverhalten stetig.
Branchenkenner Ralf Beyeler vom Vergleichsdienst Comparis sieht das neue Angebot von Orange als einen weiteren Versuch der privaten Anbieter, bei der jugendlichen Kundschaft stärker Fuss zu fassen. Ähnliches habe auch Sunrise versucht. "Orange dürfte es aber im Jugend-Bereich schwer haben, weil Swisscom dort recht dominant ist", sagte er auf Anfrage. Den Jugendlichen gehe es schliesslich auch darum, im gleichen Netz wie die Kollegen zu telefonieren.
Zuletzt hatte sich das Geschäft bei Orange wenig dynamisch gezeigt: Den Umsatzrückgang im ersten Quartal um 6,4% auf 298,6 Mio CHF hatte der Anbieter vor allem mit einer Absenkung der Mobilterminierungsgebühren begründet. Das Unternehmen ist mit 1,572 Mio Kunden Nummer drei im Mobilfunkmarkt, nach Platzhirsch Swisscom und Sunrise.
cc/tp

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