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(Mit angepasstem Titel)
Jerusalem/Needham (awp) - Der Telemedizinanbieter Oridion Systems hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011 einmal mehr bei Umsatz und Betriebsgewinn einen deutlichen Zuwachs verzeichnet. Grund dafür sind gesteigerte Verkäufe sowohl an neue OEM-Partner als auch eine steigende Nachfrage an Kapnographie-Geräten. Beim Ausblick wurden die Umsatzerwartungen leicht erhöht, während die prognostizierte EBIT-Marge bestätigt wurde. Analysten beurteilten den Zahlenkranz positiv, die Papiere sind am Berichtstag trotzdem mit Abgaben belastet.
Der Umsatz stieg im ersten Quartal 2011 um 22% auf 14,54 Mio USD. Der Bruttogewinn kletterte um 21% auf 8,12 Mio USD, während sich die Bruttogewinn-Marge leicht auf 55,9 (56,1)% abschwächte. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 59% auf 1,52 Mio USD, bei einer operativen Marge von 10,5 (8,0)%.
Unter dem Strich verblieb ein 40% tieferer Reingewinn von 0,72 Mio USD, wie das im Bereich Kapnographie (Messung des Kohlendioxidgehalts in der Atemluft) tätige Unternehmen am Montag mitteilte. Jedoch ist im Vorjahresquartal ein finanzieller Erfolg von 0,72 Mio USD aus dem Verkauf der letzten Exalenz Bioscience-Aktien realisiert worden. Diesen ausgeklammert wäre auch der Reingewinn um 65% gewachsen.
GESTIEGENE VERKÄUFE AN OEM-PARTNER - DEUTLICHES WACHSTUM BEI VERBRAUCHSGÜTERN
Die Umsatzsteigerung ist vor allem gestiegenen Verkäufen an neue OEM-Partner und der anziehenden Nachfrage nach Kapnographie-Geräten geschuldet, heisst es weiter. Dabei haben vor allem die Verbrauchsgüter überdurchschnittliches Wachstum gezeigt, so dass der Anteil am Gesamtumsatz auf 53 (50)% stieg. Während das Wachstum beim Hardwareumsatz 15% betragen hat, wuchs der Umsatz mit Verbrauchsgüter um markante 30%, wie CEO Alan Adler an der Telefonkonferenz erklärte.
Grund für das Wachstum von Verbrauchsgütern sind die grosse Zahl von Studien, sowohl unabhängige als auch von Oridion bezahlte, welche die Verwendung von Kapnographie zur Erhöhung der Patientensicherheit nahelegen. Dies betrifft sowohl traditionelle Anwendungsbereiche als auch neuere Anwendungen, z.B. bei der prozeduralen Sedation oder beim postoperativen Schmerzmanagement.
In Zukunft dürfte sich das Wachstum bei den Verbrauchsgütern jedoch nicht mehr so schnell entwickeln wie im ersten Quartal. "Dies bereitet uns aber keine Sorgen, da wir bei der Hardware eine deutliche Wachstumsbeschleunigung erwarten", so Adler weiter.
RÜCKRUF VON VITALINE-PRODUKTEN
Im vergangenen Quartal ist es zudem zu einem Rückruf von 1'932 Schachteln der FilterLine H Set für Neugeborene und der VitaLine H Set Microstream CO2 gekommen, welche zwischen Oktober 2010 und Februar 2011 produziert worden waren. Grund für den Rückruf seien Produktionsfehler gewesen, welche zu feinen Plastikstücken im Innern der Inhalationsschläuche führen und bei Inhalation durch den Patienten Entzündungen der Atemwege hervorrufen könnten.
Der Rückruf sei jedoch von geringem Umfang gewesen und habe etwa 1% der jährlich verkauften Produkte entsprochen. "Der Einfluss auf unsere Ergebnisse ist nicht von materieller Natur", so Adler.
AUSBLICK POSITIV - AKTIE GIBT NACH
Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr äussert sich Oridion weiterhin zuversichtlich. "Wir hatten einen positiven Start im 2011 und unser Geschäft entwickelt sich gemäss unseren Wachstums- und Investitionsplänen", erklärte Adler. Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2011 wird daher bezüglich der EBIT-Marge, welche weiterhin 13 bis 14% betragen soll, bestätigt. Beim Umsatz wird der Ausblick gar leicht erhöht. Hat das Unternehmen bisher mit "rund" 20% Wachstum gerechnet, geht Adler neu von "mindestens" 20% Wachstum aus.
Obwohl der Zahlenkranz von Analysten durchweg positiv beurteilt wurde, zeigen sich die Papiere mit Abgaben. Die Aktien verlieren so auch bis gegen 16.00 Uhr 1,2%. Die Titel hatten jedoch am Freitag rund 5% dazugewonnen. Der Gesamtmarkt (SPI) verliert derweil 0,39%.
dl/dm

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