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Zürich (awp) - Die Lebensmittel-Gruppe Orior hat im vergangenen Geschäftsjahr 2010 den Umsatz in einem stagnierenden Gesamtmarkt gut gehalten und den Gewinn gesteigert. Für die weitere Zukunft gibt sich das Unternehmen, dessen Aktien seit letztem Frühling an der SIX kotiert sind, vorsichtig optimistisch. Der langjährige Konzernchef Rolf Sutter will seinen Posten im Laufe des Jahres abgeben und sich auf das Präsidium konzentrieren.
Der Umsatz konnte im Berichtsjahr um 1% auf 505,5 Mio CHF gesteigert werden. Die Entwicklung sei nicht nur durch einen stagnierenden Gesamtmarkt, sondern auch durch eine faktische Minusteuerung und den schwachen Euro belastet worden, teilte das in der Fleischveredelung und im Convenience-Food-Bereich tätige Unternehmen am Dienstag mit.
Auf Ergebnisstufe konnte sich das Unternehmen ebenfalls verbessern, obwohl durch den Börsengang erhebliche Sonderkosten angefallen seien und in der zweiten Jahreshälfte die Rohstoffkosten angezogen hätten, wie es heisst. Auf Stufe EBITDA gelang ein Plus von 3,8% auf 54,2 Mio CHF, beim EBIT waren es +4,2% auf 40,5 Mio CHF, die entsprechenden Margen lagen bei 10,7% bzw. 8,0%.
Noch stärker konnte der Reingewinn gesteigert werden, und zwar um 12,4% auf 26,9 Mio CHF. Dies ermöglicht die Ausschüttung einer (steuerfreien) Dividende von 1,90 CHF pro Aktie, entsprechend einer Ausschüttungsquote von rund 42%. Auf Basis des gestrigen Schlusskurses entspricht die Ausschüttung einer Dividendenrendite von 3,3%.
Die Zahlen lagen im Rahmen der Analysten-Schätzungen (AWP-Konsens). Diese sagten im Durchschnitt einen Umsatz von 508,8 Mio, einen EBIT von 40,5 Mio und einen Reingewinn von 26,9 Mio CHF voraus.
Im Segment Refinement (Fleischveredelung) habe man mit einem gehaltenen Umsatz von 300,5 Mio CHF in einem rückläufigen Fleischmarkt weiter Marktanteile gewonnen, heisst es. Positiv habe sich die Ertragskraft des Segments mit einer Steigerung des EBITDA um 3% auf 25,6 Mio CHF entwickelt (Marge 8,5%). Eine dem Trend der Verpflegungsgewohnheiten entsprechende Entwicklung verzeichnete das Convenience-Segment mit einer Umsatzzunahme um 1,4% auf 202,3 Mio CHF. Der EBITDA stieg um knapp 7% auf 31,6 Mio CHF, womit die Marge in diesem Segment bei 15,6% lag.
Mit dem Mittelzufluss aus den Erträgen und dem Börsengang sei auch die Bilanzstruktur deutlich gestärkt worden, heisst es. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten konnten um 15% reduziert worden, während das Eigenkapital sich mehr als verdoppelte und nun einer Eigenkapitalquote von 43,8% entspricht.
Bezüglich Ausblick gibt sich das Management "vorsichtig optimistisch" und geht dabei davon aus, dass sich die Konjunktur in der Schweiz "mindestens stabil" entwickeln wird, die Beschaffungskosten jedoch zunehmen werden und sich der Preiskampf im Detailhandel noch akzentuieren dürfte. Konzernchef Rolf Sutter gibt sich in der Mitteilung aber optimistisch. "Unsere gut positionierten Markenprodukte, die angelaufenen Wachstumsinitiativen und die gut gefüllte Pipeline innovativer Produkte und Konzepte werden unser Wachstum erneut stützen. Andererseits werden die laufenden Wertsteigerungsinitiativen weiter zur Erhöhung unserer Kosteneffizienz beitragen. Wir bleiben deshalb zuversichtlich, dass wir uns auch im laufenden Jahr umsatz- und ertragsmässig weiter steigern können", wird er zitiert.
Sutter wird ausserdem nach zwölf Jahren die operative Führung per 1. Mai 2011 an Remo Hansen übergeben, den bisherigen Verantwortlichen der Kompetenzzentren Pastinella und Fredag und langjähriges Mitglied der Geschäftsleitung. Sutter seinerseits soll nach der diesjährigen Generalversammlung zum neuen Präsidenten des Verwaltungsrats gewählt werden. Der jetzige Präsident Rolf Friedli vom früheren Hauptaktionär Capvis wird Sutters Vizepräsident.
uh/ra

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