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Panalpina Q1: Gewinnsprung zum Jahresauftakt - Verhaltene Volumen (Zus)

Basel (awp) - Der Logistikdienstleister Panalpina ist im ersten Quartal 2011 vor allem in den Schwellenländern stark gewachsen und hat die Rentabilität gesteigert. Trotz der Frankenstärke vermochte die Gesellschaft ihren Bruttogewinn in Luft- und Seefracht zweistellig zu steigern. Panalpina selbst spricht von einem "sehr souveränen" Start ins Jahr.
Der Nettoumsatz stieg in der Berichtsperiode um 4,0% auf 1'651,9 Mio CHF, währungsbereinigt lag das Plus bei 11%. Der Bruttogewinn nahm um 14% auf 373,4 Mio zu, bereinigt um den starken Franken waren es 22%, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.
Das operative Ergebnis auf der Stufe EBITDA wurde mit 55,6 Mio CHF mehr als verfünffacht und der EBIT sprang auf 46,4 Mio, nach einem kleinen Minus von 0,6 Mio im Vorjahr. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 34,9 Mio CHF. 2010 hatte noch eine schwarzen Null resultiert. Neben der Finanz- und Wirtschaftskrise wurde die Rechnung seinerzeit auch von Kartellbussen belastet. Mit den gezeigten Zahlen hat Panalpina die Markerwartungen übertroffen.
KOSTEN DANK FRANKENSTÄRKE IM GRIFF
Wie das Unternehmen erklärt, hatte die Frankenstärke auch ihre positiven Seiten: Der Betriebsaufwand blieb in der Berichtsperiode mit 318 Mio CHF in etwa auf Vorjahresniveau. Die EBITDA/Bruttogewinn-Marge stieg gegenüber 2010 auf 14,9 von 3,3%. Die höhere Rentabilität und das optimierte Management des Nettoumlaufvermögens hätten einen sprunghaften Anstieg des Nettogeldflusses aus betrieblicher Tätigkeit auf 108 Mio CHF zur Folge gehabt.
Nach Segmenten nahmen die Transportvolumen in der Seefracht um 2% zu, der Bruttogewinn wuchs um 12% auf 113 Mio CHF. Das Plus sei vor allem den höheren Margen zu verdanken. Der Bruttogewinn pro TEU (20 Fuss Container) sei um 10% gewachsen.
Im Segment Luftfracht wuchs das Transportvolumen um 6% und der Bruttogewinn dank höherer Margen um 24% auf 170 Mio CHF. Der Bruttogewinn pro Tonne Luftfracht legte um 17% zu. Im Bereich der Logistikdienstleistungen schliesslich habe sich der Bruttogewinn um 1% auf 90 Mio erhöht.
Wie Panalpina weiter mitteilt, wurde die im Februar angekündigte Akquisition von Grieg Logistics am 22. März von der norwegischen Wettbewerbsbehörde genehmigt. Das Unternehmen firmiert nun offiziell unter dem Namen Panalpina Grieg. Die finanzielle Konsolidierung wurde per 1. April 2011 vorgenommen. Früheren Angaben zufolge erhöht die Akquisition den Jahresumsatz der Panalpina-Gruppe um rund 67 Mio CHF.
WACHSTUM ERWARTET - AUSBLICK UNVERÄNDERT
"Wir wollen weiter expandieren und die Marktposition von Panalpina in unseren Kernaktivitäten und insbesondere in den Schwellenländern festigen. Wir wollen unsere Volumen steigern, indem wir das Angebot bei den stark nachgefragten End-to-end-Logistiklösungen ausbauen", lässt sich CEO Monika Ribar mit Blick in die Zukunft zitieren.
Für das laufende Geschäftsjahr gehe die Gesellschaft von einstelligen Wachstumsraten in den Segmenten Luft- und Seefracht aus bei weiterhin leicht unter Druck stehenden Frachtraten. Panalpina veranschlagt das Marktwachstum 2011 für die Luft- und Seefracht auf 5-6% resp. auf 6-7% und unverändert zur letzten Prognose im März. Die Transportvolumen von Panalpina sollen sowohl in der Seefrachtsparte als auch bei der Luftfracht mehr als der Markt zulegen.
AKTIE TROTZ ANALYSTENKRITIK GESUCHT
Die Aktien von Panalpina werden nach den Zahlen gesucht und notieren am Mittwochnachmittag in einem gehaltenen Gesamtmarkt 1,9% fester auf 120,90 CHF. Analysten loben die Gewinnentwicklung des Unternehmens, sprechen aber von einem "durchzogenen" Ergebnis. Denn punkto Volumenentwicklung hinken die Basler nach wie vor der Konkurrenz hinterher.
Die positive Gewinnüberraschung schreiben die Experten der verhaltenen Kostenentwicklung zu. Um mit dem Marktwachstum Schritt zu halten, wird Panalpina aber wahrscheinlich Investitionen tätigen müssen. Daher bleibe mit Blick auf die künftige Gewinnentwicklung abzuwarten, wie nachhaltig die derzeit tiefe Kostenbasis sei, so Analysten.
ra/dl

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