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Petition gegen Frauenhandel eingereicht

Bund und Kantone sollen sich stärker für die Opfer des Frauenhandels einsetzen. Das verlangen 72'000 Menschen in einer Bittschrift, die im Bundeshaus eingereicht wurde.

Dieser Inhalt wurde am 11. September 2008 - 18:20 publiziert

Heute hänge es vor allem vom Kanton ab, ob eine betroffene Frau identifiziert und dann entsprechend geschützt werde, sagte Ruth-Gaby Vermot, ehemalige Nationalrätin und Ko-Präsidentin des Petitionskomitees.

Ihre Kritik: Erst wenige Kantone arbeiten mit einer Fachstelle zusammen und bilden Spezialisten aus. Die Petition verlangt deshalb eine Sensiblisierung der Behörden und für alle Kantone einheitliche Standards des Bundes.

Die Grundlage für einen wirksamen Opferschutz sehen die Petitionäre im Bleiberecht. Heute müssen die Frauen die Schweiz aber spätestens nach 30 Tagen verlassen, wenn sie - oft aus Angst vor den Tätern - nicht aussagen.

Lanciert wurde die Eingabe "Mehr Schutz für die Opfer von Frauenhandel" von der Trägerschaft der Kampagne "Euro 08 gegen Frauenhandel". Die Unterschriften kamen innert sechs Monaten zusammen, wie die Petitionäre sagten.

Das Bundesamt für Polizei geht laut Vermot jährlich von 3000 Opfern aus. Gleichwohl werde das Thema Frauenhandel in der Schweiz noch "allzu nebensächlich" behandelt.

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