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Zürich (awp) - Das Umfeld für die europäische Pharmabranche bleibt laut JP Morgan weiterhin schwierig. Trotz einer deutlichen "Underperformance" im Jahr 2010 seien die Gesundheitstitel teurer als noch vor Jahresfrist, schreibt Alexandra Hauber von JP Morgan in einer Branchenstudie. Der Ertragstrend sei negativ und dürfte die relative Performance einschränken. Aus diesem Grund wird die bisherige Einstufung der Branche mit "Underweight" für das dritte aufeinanderfolgende Jahr bestätigt.
Auch könnten Pharma-Unternehmen mit dem Ausblick 2011 enttäuschen, heisst es weiter. Die Kombination aus der verstärkten Konkurrenz durch Generika und dem Preisdruck infolge der Gesundheitsreform in den USA und den Sparmassnahmen in der EU könnten die meisten Unternehmensleitungen zu einem vorsichtigen Ausblick bewegen.
"Top picks" sind für die JP Morgan-Analysten allerdings Novartis (Kursziel: unverändert 67,60 CHF), Bayer und Hikma. Eine "Overweight"-Empfehlung wird darüber hinaus noch für Roche (Kursziel: unverändert 200,00 CHF), Novo Nordisk und Vectura Group abgegeben; UCB werden mit "Underweight" eingestuft, Merck KGaA als "stock to avoid" bezeichnet.
JP Morgan sieht im laufenden Jahr einen verstärkten Margendruck. So würden sich neue Elemente der Reform im US-Gesundheitswesen 2011 auszuwirken beginnen. Zudem habe der annualisierte Effekt der Sparmassnahmen in der EU im abgelaufenen Jahr die Gewinne der Branche in Europa um geschätzte 4% gedrückt und würden weitere Sparmassnahmen im laufenden Jahr ein Unsicherheitsfaktor sein.
Das Risiko der Konkurrenz durch Generika wird für die Branche im Jahr 2011 auf 5% des Umsatzes geschätzt. Nach 2,5-3 Umsatzprozenten in den drei vorhergehenden Jahren, dürfte die Generika-Konkurrenz im Jahr 2012 mit über 7% des Umsatzes einen Spitzenwert erreichen. Zwar sei dies schon seit einiger Zeit bekannt, doch werde sich zeigen müssen, ob der Einfluss dieser Konkurrenz auf die Gewinnentwicklung auch richtig eingeschätzt worden sei.
Was den Newsflow angeht, wird das laufende Jahr von JP Morgan als vergleichsweise weniger interessant eingeschätzt. Zwar stünden Phase-III-Ergebnisse aus 31 Projekten mit einem kumulierten Spitzenumsatzpotenzial von 33 Mrd USD an, doch gehe es bei den beiden grössten Projekten - Degludec von Novo Nordisk und Relovair von GSK - um die Sicherung der bisherigen Franchise. Die übrigen 28 Projekte der europäischen Pharmabranche würden überwiegend mittelgrosse Produkte betreffen. 2012 dürfte hingegen wieder ein interessanteres Jahr sein, da Phase-III-Daten für potenzielle Blockbuster zu erwarten seien.
rt/cf

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