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Phoenix Mecano Q1: Gewinn und Umsatz markant höher - Prognosen bestätigt (Zus)

Dieser Inhalt wurde am 27. April 2010 - 14:30 publiziert

Kloten (awp) - Der Komponenten und Gehäusehersteller Phoenix Mecano hat im ersten Quartal 2010 den Gewinn dank kleinerer Einmalbelastungen als im Vorjahr und dank steigender Umsätze von tiefem Niveau aus stark verbessert. Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich Phoenix Mecano optimistisch und verspricht sich insbesondere vom Bereich Photovoltaik viel.
Der Umsatz zog um 26,7% auf 120,5 Mio EUR an und der Auftragseingang um 42,4% auf 134,1 Mio EUR. Auch gegenüber dem bereits wieder stärkeren vierten Quartal ergaben sich beachtliche Steigerungsraten von 16,2% für den Umsatz und von 19,4% für den Auftragseingang. Dies erklärte sich vor allem mit der Akquisition von Teilen der insolventen Okin, welche insgesamt 60 Mio EUR zum Jahresumsatz beisteuern, sowie mit dem stark wachsenden Photovoltaikmarkt.
MASSIV MEHR GEWINN
Der Reingewinn stieg aufgrund der schwachen Vorjahresergebnisses um 260% auf 14,0 Mio EUR. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 250% auf 14,0 Mio EUR und die EBIT-Marge auf 11,6 von 4,2% im Vorjahr. Das Vorjahresquartal war noch von höheren Okin-Integrations-Kosten belastet. Nun wurden dafür noch 0,7 Mio EUR verbucht.
Das erreichte Ergebnis sei das beste Quartalsergebnis aller Zeiten, erklärte CEO Benedikt Goldkamp vor den Medien in Zürich. Erstmals in der Geschichte des Unternehmen habe man zudem eine Netto-Cashposition (3,8 Mio EUR per Ende 2009) und verfüge somit im Hinblick auf das auch 2010 "nicht einfache wirtschaftliche Umfeld über eine sehr solide Kapitalstruktur, welche Spielraum für weitere Ergänzungsakquisitionen bietet".
Die positive Tendenz des vierten Quartals 2009 habe sich auch anfangs 2010 fortgesetzt. In allen wichtigen Regionen seien im ersten Quartal hohe Wachstumsraten erzielt worden.
OPTIMISTISCHER BLICK VORAUS
Für 2010 bestätigt der Komponenten- und Gehäusehersteller die bisherigen Prognosen vom vergangenen Februar. Demnach wird mit einer Umsatzsteigerung von mindestens 10% sowie einer Verbesserung des Nettoresultates auf mindestens 20 Mio EUR gerechnet. "Unsere Prognosen für das Gesamtjahr mögen wohl konservativ erscheinen", sagte Goldkamp. "Wir haben aber Mindestgrössen angegeben, was uns Luft nach oben gibt."
Im ersten Quartal lag das Umsatzwachstum gegenüber dem schwachen Vorjahr bereits klar über der Zielgrösse und auch der Reingewinn erreichte mehr als die Hälfte des für 2010 mindestens angestrebten Betrags. Goldkamp möchte aber "auf jeden Fall" das zweite Quartal abwarten, bevor er eine Anpassung der Prognosen in Betracht zieht.
PHOTOVOLTAIK ALS TREIBER
Am meisten Potential sieht der Konzern-Chef im Bereich Photovoltaik. Für den in diesem Bereich tätigen und 2008 übernommenen Transformatoren- und Drosselhersteller Datatel, welcher in der Sparte Elcom/EMS angesiedelt ist, strebt das Unternehmen im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von rund 80 Mio EUR an, entsprechend einem Wachstum im dreistelligen Prozentbereich.
Mit Blick auf den Gesamtkonzern spricht Goldkamp von einer allgemeinen wirtschaftlichen Erholung in den Industriemärkten. Dabei zeige der Maschinenbau noch eine vergleichsweise verhaltene Aufwärtstendenz, wogegen in der Industrieelektronik bereits ein echter Aufschwung spürbar sei, mit allerdings noch ungewisser Nachhaltigkeit. "Die breite Abstützung der Entwicklung gibt jedoch Anlass zu vorsichtigem Optimismus", so Goldkamp.
Zum Thema Akquisitionen sagte er, dass dank der starken Bilanz und des guten Cashflows jederzeit weitere getätigt werden könnten.
Das Unternehmen hat anlässlich der heutigen Bilanz-Medienkonferenz auch die Dividende für das vergangene Geschäftsjahr veröffentlicht. Sie soll wie im Vorjahr 10 CHF je Aktie betragen.
An der Börse führten die überraschend guten Zahlen in einem schwachen Gesamtmarkt bisher zu einem Plus der Aktie von 5,5%.
cf/uh

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