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Phoenix Mecano Q1: Umsatz und Gewinn steigt - Photovoltaik hinkt hinterher (Zus)

Kloten (awp) - Der Komponenten- und Gehäusehersteller Phoenix Mecano befindet sich weiter im Aufwind und hat in den ersten drei Monaten des laufenden Jahrs 2011 bei Umsatz, Auftragseingang und Gewinn weiter zugelegt. Im laufenden Geschäftsjahr wird mit einer weiteren Verbesserung gerechnet. Allerdings könnte die Sparte ELCOM/EMS von Kürzungen staatlicher Subventionen für die Photovoltaik belastet werden. Die Auswirkungen der Katastrophe in Japan vermag das Unternehmen gegenwärtig nicht abzuschätzen, und zum Standort Tunesien sollen Alternativen geprüft werden.
Unternehmensangaben zufolge war das erste Quartal 2011 - gemessen an Auftragseingang, Umsatz und Betriebsergebnis - das erfolgreichste in der Geschichte: Die Verkäufe stiegen um rund 14% auf 137 Mio EUR, der Auftragseingang um mehr als 7% auf 144 Mio, das Betriebsergebnis um 30% auf 18 Mio und der Reingewinn um 35% auf 14,5 Mio, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Nachträglich wurde zudem die Dividende für das Geschäftsjahr 2010 genannt. Diese soll 13,00 CHF nach 10,00 im Vorjahr betragen.
ZUGPFERD ASIEN
Das grösste Wachstum wurde mit 50% in Asien erwirtschaftet. In der Schweiz kletterte der Umsatz um 36% und in Deutschland, dem grössten nationalen Markt, um etwas mehr als 6%.
Zwei der drei Divisionen konnten die Verkaufszahlen erhöhen. Die Sparte Gehäusetechnik erzielte mit +31% die markanteste Steigerung. "Der spätzyklische Charakter der Sparte lässt uns auch für die folgenden Quartale eine weiterhin positive Entwicklung erwarten", sagte Chief Operating Officer Rochus Kobler vor den Medien in Zürich. Insbesondere die im Maschinenbau und im Öl- und Gas-Bereich tätige Tochtergesellschaft Rose Systemtechnik sollte davon profitieren.
Die umsatzstärkste Sparte Mechanische Komponenten verkaufte 16% mehr. Ursache des Erfolgs ist nach Aussage von Kobler die abgeschlossene Integration des ehemaligen Konkurrenten Okin und die Straffung des Sortiments der Tochter Rose+Krieger.
Ein Umsatzminus (-4%) musste lediglich die Sparte ELCOM/EMS verkraften. Phoenix macht dafür die Konsolidierungsphase der Kunden aus. Neben dem Abbau von Lagerbeständen habe es in den Wintermonaten keine Dachinstallationen von Photovoltaikmodulen gegeben. "Eine Belebung der Nachfrage zeichnet sich inzwischen zum Ende des zweiten Quartals ab", sagte Kobler.
ALTERNATIVEN ZU STANDORT TUNESIEN
Die politischen Verwerfungen in Tunesien belasteten nur kurzfristig den Konzern. Je nach Werk habe es zwischen vier und elf Ausfalltage gegeben. "Der Standort Tunesien wird nun grundsätzlich aus Risikoaspekten überdacht", sagte Konzernchef Benedikt Goldkamp. Der CEO merkte jedoch an, zu Tunesien gebe es kaum Alternativen, da die niedrigen Lohn und Transportkosten sowie die Nähe zu Europa ein grosser Vorteil seien. An potenziellen Ausweichstandorten wie etwa Marokko oder Jordanien sei das Kostenniveau leicht höher und die politische Stabilität nicht gesichert und in der Ukraine "das politische Umfeld nicht über alle Zweifel erhaben". Nun will Goldkamp das Produktportfolio in Tunesien überprüfen und eventuell einen Teil der Produkte in Asien fertigen lassen.
Die Naturkatastrophe in Japan hinterlässt gegenwärtig keine Spuren im Geschäft. "Wir sehen im Moment keine direkte Auswirkungen", sagte der CEO.
Das Marktumfeld für Hersteller technischer Komponenten verbesserte sich aus Sicht des Managements in Europa, Asien und zuletzt auch in den USA deutlich. Die Konjunkturindikatoren zeigten an, dass sich nach der Erholungsphase des Jahres 2010 eine Wachstumsphase anschliessen könnte, für die Phoenix Mecano gut positioniert sei. Die im Zuge der Konjunkturerholung gestiegene Investitionsbereitschaft sollte aus heutiger Sicht "eine erneute Verbesserung von Umsatz und Betriebsgewinn im laufenden Jahr ermöglichen", so der Konzernchef.
Die Titel reagieren am Mittag mit deutlichen Aufschlägen von 2,3% auf 727 CHF auf das Rekordergebnis. Der Gesamtmarkt (SPI) notiert kaum verändert. Verschiedene Analysten zeigen sich von den Zahlen überzeugt und bestätigen ihre Kaufempfehlungen.
ps/uh

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