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Piccards Solarflieger nimmt Gestalt an

Das Solarflugzeug im Modell.

(Keystone)

Das Solar-Flugzeug, mit dem der Schweizer Bertrand Piccard die Erde umrunden will, kommt seiner Realisierung einen Schritt weiter. Am Montag wurde ein verkleinertes Modell des künftigen Fliegers präsentiert.

Für Piccard ist "Solar Impulse" nicht nur ein Flugzeug, sondern die Vision einer nachhaltigen Entwicklung. Erste Testflüge mit einem Prototypen sind für nächstes Jahr geplant.

Damit ist die erste Entwicklungsetappe des ehrgeizigen Projekts abgeschlossen. Auf der Basis des mehrere Meter grossen Modells entsteht zurzeit ein erster Prototyp des allein durch Sonnenenergie betriebenen Leichtflugzeugs.

Die ersten Testflüge mit diesem Prototypen nur wenige Meter über Boden sollen nächstes Jahr auf dem Militärflugplatz Dübendorf stattfinden. Danach werden weitere Flüge auf dem Militärflugplatz Payerne durchgeführt.

Der erste Prototyp wird eine Spannweite von 61 Metern haben, was der eines Airbus A360 entspricht. Das nur 1,5 Tonnen schwere Leichtflugzeug soll auf bis zu 8500 Metern Höhe mit einer Höchstgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern fliegen.

Stabilität als Herausforderung

"Solar Impulse ist nicht nur ein Flugzeug, sondern auch eine Vision für eine nachhaltige Energienutzung", sagte Piccard anlässlich der Präsentation.

Das Flugzeug benötige eine grösstmögliche Spannweite, um genügend Solarzellen aufzunehmen (rund 200 Quadratmeter), erläuterte André Borschberg vom Entwicklungsteam.

Um ein Fluggerät mit so wenig Energie zu betreiben, müssten die Grenzen des derzeitigen Wissensstandes in allen Bereichen erweitert werden. Eine wichtige Herausforderung sei auch die Stabilität des Leichtflugzeugs.

Weitere Sponsoren gesucht

Bisher hat das 35-köpfige "Solar-Impulse"-Team bei grossen Sponsoren insgesamt 65 Millionen Franken zugesichert erhalten. Für weitere Schritte bis zur geplanten Weltumrundung im Jahre 2011 seien aber insgesamt rund 130 Mio. Fr. nötig. Gesucht werde deshalb neben der Deutschen Bank, Omega und dem Werkstoff Unternehmen Solvay ein vierter Hauptsponsor.

2011 will der 49-jährige Waadtländer und Ballon-Rekordfahrer mit "Solar-Impulse" die Weltumrundung wagen. Dafür soll neben dem Prototypen ein zweites Flugzeug mit 80 Metern Spannweite gebaut werden.

Vor Weltumrundung noch Atlantik-Überquerung

Vor der Weltumrundung will Piccard mit dem Solarflugzeug 2010 den Atlantik überqueren.

Im März 1999 hatte der Abenteurer und Arzt Piccard zusammen mit seinem Co-Piloten Brian Jones im Heissluftballon die Erde umrundet.

Die beiden benötigten dafür knapp 20 Tage. Zum neusten Abenteuer sagte Piccard, gefährlich sei nicht, Pilot von "Solar Impulse" zu sein, sondern zu glauben, man könne nach Belieben Erdöl verschwenden und die Umwelt verschmutzen.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

2011 will Bertrand Piccard mit einem komplett neu entwickelten Solarflugzeug die Welt umrunden und auf allen fünf Kontinenten einmal zwischenlanden.

Da die winzige Kanzel des Flugzeugs nur eine Person aufnehmen kann, werden sich Piccard und sein Partner André Borschberg als Piloten ablösen.

Das von Sponsoren finanzierte Projekt soll rund 130 Mio. Franken kosten.

Der Waadtländer Psychiater Bertrand Piccard wurde international bekannt, als er 1999 als erster Mensch mit einem Heissluftballon nonstop die Welt umflog.

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