Pilotenstreik bei Sabena

Sabena-Passagiere auf der Suche nach einer Ausweich-Möglichkeit, da der vorgesehene Flug gestrichen wurde. Keystone

Wegen eines Pilotenstreiks hat Sabena am Donnerstag 34 Prozent aller Europa-Flüge annulliert. Die belgische Fluggesellschaft will Verhandlungen über die Restrukturierung beginnen. Die Piloten schlossen indes eine Verhärtung nicht aus.

Dieser Inhalt wurde am 06. September 2001 - 18:54 publiziert

Der Pilotenstreik begann um Mitternacht und war auf 24 Stunden angesetzt. Von insgesamt 225 Flügen während des Tages musste Sabena darauf rund ein Drittel streichen, wie Sabena-Pressesprecher Olivier Gillis auf Anfrage erklärte. Betroffen war auch die Verbindung Brüssel-Genf, wo auf drei Flüge zwei ausfielen.

Unveränderte Positionen

Die Strecke nach Genf wird von Sabena und Swissair im Code Sharing betrieben, so dass auch Swissair-Passagiere betroffen waren. Sicherstellen konnte Sabena dagegen ihre Langstreckenflüge sowie die Flüge der Tochtergesellschaft Sobelair.

Sabena forderte die Piloten erneut auf, sich an den Verhandlungstisch zu setzen. Die Piloten schlossen indes am Donnerstag-Nachmittag eine härtere Gangart nicht aus: Erneute Aktionen seien «nicht ausgeschlossen», sagten Pilotensprecher.

Betriebsrat am Freitag

Die Piloten protestieren gegen den Restrukturierungsplan von Sabena sowie befürchtete Entlassungen und fordern von der Direktion genauere Informationen. Die zu 49,5 Prozent Swissair gehörende Sabena hatte den Abbau von 1'400 ihrer rund 13'000 Stellen bis Ende 2002 angekündigt. Von den rund 800 Piloten wären 220 betroffen.

Mit ihrem Streik blieben die Piloten allein: Die Gewerkschaften des übrigen Sabena-Personals hatten sich der Aktion nicht angeschlossen. Ein erneutes Treffen aller Personal-Organisationen mit der Direktion ist im Rahmen des Sabena-Betriebsrats für Freitagnachmittag vorgesehen.

swissinfo und Agenturen

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