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Plutonium-Spuren in Uran-Munition werden untersucht

Mögliche Plutonium-Spuren in der im Balkan eingesetzten Uran-Munition werden untersucht. Bundesrat Samuel Schmid beauftragte am Mittwoch (17.01.) das AC-Labor in Spiez mit der Analyse.

Das Europaparlament in Strassburg sprach sich gleichentags für ein vorläufiges Verbot der uranhaltigen Munition aus.

Verteidigungsminister Schmid beauftragte das AC-Laboratorium am Mittwochnachmittag mit einer Untersuchung der Bodenproben und Uran-Munitionsrückstände aus dem Balkan auf Plutonium-Rückstände. "Wir wollen darüber Klarheit", sagte er. Erste Ergebnisse werden Ende Februar erwartet. An einer Analyse zeigte sich auch das UN-Umweltprogramm interessiert.

Das AC-Laboratorium hatte bei den vom UN-Umweltprogramm (UNEP) angeordneten Untersuchungen von Uran-Munition unter anderem das Isotop Uran 236 gefunden. Dieses stammt aus Kernkraftwerken und ist praktisch immer mit geringen Mengen von Plutonium verunreinigt.

Bisher wurde aber in der Uran-Munition nicht gezielt nach Plutonium-Rückständen gesucht, und das AC-Laboratorium hatte bisher auch keinen entsprechenden Auftrag, wie Hansruedi Indermühle, Informationschef des Labors, am Mittwoch sagte.

Wissenschaftlern und der Nato ist seit langem bekannt, dass in Munition mit abgereichertem Uran auch Plutonium und Partikel des angereicherten Urans 236 enthalten sein können. Eine Nato-Sprecherin sagte aber, der Partikelanteil sei derart gering, dass davon keine Gesundheitsgefährdung ausgehe.

Der deutsche Verteidigungsminister Rudolf Scharping bezeichnete die Problematik von Plutonium-Spuren in Uran-Munition als "ein ernsthaftes und schwer wiegendes Thema".

Das Europäische Parlament sprach sich am Mittwoch in Strassburg mit grosser Mehrheit für ein vorläufiges Verbot uranhaltiger Munition aus.

swissinfo und Agenturen

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