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MOSKAU (awp international) - Erstmals nach dem Tschetschenien-Krieg will Russland in dem Konfliktgebiet im Nordkaukasus wieder ein Werk für die Ölverarbeitung zulassen. Der russische Ölkonzern Rosneft werde Ende April, Anfang Mai mit den Bauarbeiten beginnen, sagte der kremltreue Republikchef Ramsan Kadyrow am Montag nach Angaben der Agentur Interfax. Der Produktionsstart sei für 2014 geplant.
"Das ist ein politisch bedeutsamer Schritt", betonte Kadyrow, der im ersten Tschetschenien-Krieg in den 1990er Jahren noch gegen die Russen und für ein unabhängiges Land gekämpft, dann aber die Seiten gewechselt hatte. Im Tschetschenien-Krieg sei die gesamte Industrie vernichtet worden, sagte Kadyrow.
In der Bevölkerung ist ungeachtet der Hilfen aus Moskau die Ansicht weit verbreitet, dass die Republik dank ihres Ölreichtums auch allein über die Runden käme. Auch die Separatisten hatten die Ölvorkommen als Argument für eine Unabhängigkeit Tschetscheniens ins Feld geführt.
Die Anlage, die zu 51 Prozent Rosneft und zu 49 Prozent dem tschetschenischen Energieversorger Grosneftgas gehören wird, soll jährlich zunächst eine Million Tonnen Öl verarbeiten. Die russische Teilrepublik Tschetschenien hat mit hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen./mau/DP/wiz1

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