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WASHINGTON (awp international)- Die USA haben die meisten Atomkraftwerke, doch kein Endlager für den radioaktiven Müll. Nun hat eine Kommission Vorschläge für eine oberirdische Zwischenlagerung erarbeitet.
Wie die "New York Times" am Freitag berichtet, schlägt die Arbeitsgruppe vor, den Müll zunächst nicht zentral in einem unterirdischen Endlager zu sammeln. Stattdessen sollen "eine Handvoll" oberirdischer Lager aus Stahl oder Beton errichtet werden, wo der Müll für die kommenden Jahrzehnte gelagert werden kann.
An diesem Freitag will die Kommission, die vom Energieministerium eingesetzt wurde, zusammentreffen und öffentlich über die Vorschläge debattieren. Als Standorte für die oberirdischen Lager seien etwa stillgelegte Kraftwerke im Gespräch, berichtete die Zeitung.
Die US-Regierung hat bisher etwa 10 Milliarden US-Dollar in ein mögliches Endlager in Yucca Mountain nahe Las Vegas investiert. 2002 beschloss der US-Kongress, Yucca Mountain als einzigen Standort für hoch radioaktiven Abfall in den Vereinigten Staaten auszubauen. US- Präsident Barack Obama hat dies Projekt jedoch vorerst gestoppt. Die Kommission sprach sich dem Zeitungsbericht zufolge nun dafür aus, dass eine vom Energieministerium unabhängige Organisation eine geeignete Stelle für ein unterirdisches Lager suchen soll./tm/DP/tw

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