Navigation

Affäre Gaddafi: 1,5 Mio. für Polizeifotos in Zeitung

Die Schweiz habe 1,5 Millionen Franken für die Befreiung von Max Göldi bezahlt. Diese Information sei laut dem Westschweizer Radio vom Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten bestätigt worden.

Dieser Inhalt wurde am 16. Juni 2010 - 19:30 publiziert

Das Geld soll Tripolis entschädigen, falls die Schuldigen für die Weitergabe der Polizeifotos von Hannibal Gaddafi an die Tribune de Genève nicht gefunden werden. Einen entsprechenden Bericht des Westschweizer Radios RSR habe das Aussendepartement in Bern bestätigt.

Dieses Geld werde laut dem RSR vom Departement für auswärtige Angelegenheiten als Bestandteil des Aktionsplans angesehen. Der Betrag soll das Vertrauen zwischen beiden Parteien wiederherstellen.

Es handle sich um die geschätzten Kosten, die Libyen durch die Publikation der Polizeifotos in der Zeitung Tribune de Genève entstanden seien.

Gemäss dem Departements von Micheline Calmy-Rey wurde das Geld nicht an Hannibal Gaddafi ausbezahlt, wie dies der Libysche Aussenminister Moussa Koussa am Sonntag angekündigt hatte. Koussa habe überdies von 1,5 Millionen Euro gesprochen, es handle sich gemäss derm Radio RSR aber um 1,5 Millionen Schweizerfranken.

Das Geld deshalb sei auf ein deutsches Konto überwiesen worden, weil Deutschland zusammen mit Spanien eine Vermittlerrolle eingenommen habe.

Das Geld sei vorerst von der Eidgenossenschaft bezahlt worden, aber das EDA habe dem Westschweizerradio bestätigt, dass es auch andere Beteiligte zur Kasse bitten werde. Laut dem Radio handelt es sich um die ABB, Göldis Arbeitgeber, und den Kanton Genf.

Letzterer wollte jedoch nichts von einer Beteiligung wissen. "Es gibt keinen Grund, dass irgendjemand Geld von Genf fordert", erklärte Staatsratspräsident François Longchamp.

swissinfo.ch und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Diskutieren Sie mit!

Mit einem SWI-Account erhalten Sie die Möglichkeit, Kommentare auf unserer Webseite sowie in der SWI plus App zu erfassen.

Login oder registrieren Sie sich hier.