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Auslandauftrag Neues swissinfo-Angebot mit Russisch

swissinfo.ch mit Sitz in Bern richtet sich an ein Publikum im Ausland.

swissinfo.ch mit Sitz in Bern richtet sich an ein Publikum im Ausland.

(swissinfo.ch)

Der Bundesrat hat die Leistungsvereinbarung 2013 – 2016 von swissinfo.ch genehmigt. Die multimediale Internetplattform richtet sich neu primär an ein internationales, an der Schweiz interessiertes Publikum. Trotz kleinerem Budget kommt ab 2013 Russisch hinzu.

In der Sitzung vom 16. Mai hat die Schweizer Regierung die neue Leistungsvereinbarung für die Jahre 2013 bis 2016 zwischen dem Bund und der SRG (Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft) bezüglich dem publizistischem Angebot für das Ausland genehmigt.

Damit hat die Landesregierung, die neue Angebotsstrategie der Geschäftsleitung SRG SSR und die neue Organisation für swissinfo.ch gutgeheissen. Mit der neuen Ausrichtung wird das Budget von heute 26 Mio. Franken um einen Drittel verkleinert.

Russisch als 10. Sprache

Die Einsparungen in der Höhe von jährlich rund 9 Mio. Franken kommen je zur Hälfte dem Bund als Auftraggeber und der SRG zugute.

Das Informationsangebot von swissinfo.ch wird gestrafft, die drei landessprachlichen Redaktionen in Deutsch, Französisch und Italienisch verkleinert und unter einer Leitung zusammengefasst. 

Trotz des gekürzten Budgets berichtet swissinfo.ch ab 2013 zusätzlich auch auf Russisch, dies neben den bereits bestehenden Angeboten in Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch, Arabisch und Japanisch. Somit werden über 80% der weltweiten Internet-User erreicht.

swissinfo.ch widerspiegelt auch die Sicht des Auslands über die Schweiz und deren Positionen. Die thematischen Schwerpunkte setzt swissinfo.ch auf die Bereiche Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft und Wissenschaft.

10 Jahre Internet-Angebot

swissinfo.ch erfüllt seit zehn Jahren den vom Bund erteilten Informationsauftrag im Ausland im Internet und ergänzt damit die Onlineangebote der SRG-Radios und –Fernsehen.

Der internationale Dienst der SRG richtet sich in erster Linie an ein internationales, an der Schweiz interessiertes Publikum. Die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer bleiben jedoch ein Zielpublikum. swissinfo.ch vermittelt ihnen eine spezifisch schweizerische Gesamtsicht sowie schweizerische Standpunkte zu internationalen Ereignissen und Entwicklungen.

Akzente setzen

Die Website www.swissinfo.ch wird im Verlaufe des Jahres 2012 Schritt für Schritt an die neue Angebotsstrategie angepasst. Erste Veränderungen sind bereits heute ersichtlich.

swissinfo.ch setzt gezielt eigene Akzente, konzentriert sich täglich auf ein Thema und fokussiert sich auf das Wesentliche. Dafür wird weiterhin die gesamte Palette journalistischer Formate genutzt: Reportagen, Analysen und Hintergrundberichte in Text und Video, Fotogalerien und Infografiken sowie Diskussionsforen und Leserberichte.

Das neue luftig-frische Layout der Einstiegsseite unterstreicht die neue Fokussierung auf das Tagesthema und die wichtigsten News. In den kommenden Wochen werden auch die Detailseiten überarbeitet.

GAV-Verhandlungen gescheitert

Die Verhandlungen zwischen der SRG und der Mediengewerkschaft SSM über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) sind gescheitert. 

In den fünf Verhandlungsrunden habe sich keine gemeinsame, für das Unternehmen und die Gewerkschaften tragbare Lösung gefunden, teilte die SRG mit. "Die Summe vieler kleiner Differenzen steht dem Konsens im Wege."

Da die SRG weitere Verhandlungen kategorisch ablehne, drohe nun erstmals in der Geschichte der SRG ab 2013 ein vertragsloser Zustand, schreibt das Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM). Die Konsequenzen für die Erfüllung des Service public seien nicht absehbar.

Die SRG will laut eigenen Angaben "möglichst einfache Regeln, einheitliche Bestimmungen und vernünftige, branchenübliche Zulagen". Dem SSM attestiert sie zwar, auf gewisse ihrer Anliegen einzutreten. Allerdings verlange die Gewerkschaft Kompensationen, die zu "massiven Mehrkosten" und "zusätzlichem administrativem Aufwand" führen würden.

Das SSM kritisiert, dass das Verhandlungsangebot der SRG "aus gewerkschaftlicher Sicht inakzeptabel" sei. Praktisch sämtliche Forderungen des SSM seien abgelehnt worden. Die Gewerkschaft forderte die SRG deshalb auf, die GAV-Forderungen zu revidieren und mit einem neuen Angebot an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Die SRG-Geschäftsleitung will ihrerseits Bilanz ziehen und dem Verwaltungsrat Vorschläge zum weiteren Vorgehen unterbreiten. "An unseren guten Anstellungs-Bedingungen werden wir aber auf jeden Fall festhalten. Die SRG will eine gute und verlässliche Arbeitgeberin bleiben," wird Walter Bachmann, Generalsekretär und Leiter der SRG-Verhandlungs-Delegation, in der SRG-Mitteilung zitiert.

Infobox Ende

swissinfo.ch


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