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FRANKFURT (awp international) - Die Stimmung am portugiesischen Markt für Staatsanleihen trübt sich immer mehr ein. Am Donnerstag stieg die Rendite für zehnjährige Staatspapiere erstmals seit dem Beitritt des Landes zur Währungsunion über die Marke von acht Prozent. Im Nachmittagshandel stieg die Rendite für zehnjährige Titel in der Spitze bis auf 8,23 Prozent. Der Risikoaufschlag zu erstklassig bewerteten deutschen Papieren stieg damit auf ein neues Rekordhoch von rund 4,9 Punkten.
Bereits seit Tagen eilen die Renditen für portugiesische Staatspapiere von einem Rekord zum nächsten. Das südeuropäische Land gilt seit längerem als Kandidat für den Euro-Rettungsschirm EFSF. Bislang hat sich nur das durch die Bankenkrise gebeutelte Irland unter den Schirm geflüchtet. Griechenland, Europas grösster Schuldensünder, musste im Frühjahr 2010 mit Hilfskrediten gerettet werden.
Verschärft wurde die ohnehin angespannte Lage in Portugal zuletzt durch Rating-Herabstufungen. So hat die US-Agentur Standard & Poor's (S&P) die Kreditwürdigkeit Portugals zuletzt zweimal innerhalb weniger Tage deutlich gesenkt. Aktuell bewertet S&P die Bonität Portugals nur eine Note über dem sogenannten "Ramsch-Status", mit dem Ratingagenturen spekulative Anlegen kennzeichnen.
Darüber hat Portugal seine selbst gesetzten Sparziele im vergangenen Jahr klar verfehlt, wie aus Zahlen vom Donnerstag hervorgeht. Anstatt des 2010 angepeilten Werts von 7,3 Prozent betrug das Haushaltsdefizit 8,6 Prozent. Finanzminister Fernando Teixeira dos Santos erklärte den höheren Fehlbetrag mit Hilfen an portugiesische Banken und Verbindlichkeiten von öffentlichen Unternehmen. Zugleich sagte Teixeira dos Santos, Portugal sei wegen der Regierungskrise derzeit nicht in der Lage, ein Hilfsersuchen an den EFSF zu stellen. Die Regierung Portugals war vergangene Woche zurückgetreten, nachdem das von der Opposition dominierte Parlament seine Zustimmung zu einem wichtigen Sparpaket verweigert hatte./bgf/jsl

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