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Post organisiert Kurier- und Expressdienste neu (AF)

Dieser Inhalt wurde am 16. Oktober 2009 - 16:10 publiziert

Bern (awp/sda) - Ab 1. November schliesst die Schweizerische Post die Kurierzentren in den grösseren Agglomerationen mit bestehenden Distributionsbasen zusammen. Es ist mit einer Stellenreduktion zu rechnen. Die Post will mit den Gewerkschaften rasch einen Sozialplan aushandeln.
Die Mengen im Kurier- und Expressgeschäft bei der Post sind gemäss einer Medienmitteilung vom Freitag in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Die schlechte Konjunkturlage habe diesen Trend noch beschleunigt. Die Post reagiert darauf und will Synergien zwischen den Distributionsbasen und den Kurierzentren künftig besser nutzen.
Auf den 1. November werden die Kurierzentren Genf, Lausanne, Bern, Basel, Zürich sowie die Kurierfilialen Winterthur, Aarau und Olten mit den Distributionsbasen dieser Standorte zusammengeführt und als eigenständige Organisationseinheiten aufgelöst. Dies ist in den übrigen Regionen der Schweiz bereits heute der Fall.
Bis im Februar 2010 legt die Post die konkrete Betriebsorganisation pro Standort fest. Es ist mit einer Stellenreduktion zu rechnen. Die Post will daher mit den Gewerkschaften rasch einen Sozialplan aushandeln.
Ziel sei es, Entlassungen möglichst zu vermeiden. Falls es dennoch dazu kommen sollte, gehe die Post verantwortungsvoll vor, versichert sie im Communiqué. Sie unterstütze die betroffenen Mitarbeitenden bei einer Neuorientierung. Heute arbeiten in den Kurierzentren und -filialen über 300 Mitarbeitende, mehrheitlich in Teilzeitpensen.
Auf die Dienstleistungen habe dieser Schritt keinen Einfluss, schreibt die Post weiter. Für die Kunden ändere sich mit der neuen Organisationsform nichts: Sie erhielten sämtliche Produkte und Dienstleistungen weiterhin in der gewohnten Qualität.
Die Gewerkschaften reagierten am Freitag umgehend. Es dürfe nicht sein, dass das Personal für die krassen Managementfehler der Post zahlen müsse, schrieb die Gewerkschaft Kommunikation. Sie kündigte an, sie werde den "massiven Stellenabbau" bei den Kurierzentren aufs schärfste bekämpfen.
Es dürfe nicht sein, dass ein Staatsbetrieb mitten in der Krise und steigender Arbeitslosigkeit in einer zu befürchtenden Entlassungswelle langjährige Pöstlerinnen und Pöstler auf die Strasse stelle, erklärte die Gewerkschaft Kommunikation.
Der Personalverband transfair fordert einen guten Sozialplan für die von der Schliessung der Kurierzentren der Post betroffenen Mitarbeitenden. Diese Personen litten schon mehrfach unter Restrukturierungen, heisst es in einer Medienmitteilung. Deshalb werde transfair keine Kündigungen akzeptieren.
ch

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