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Präzise Landschaftsmalerei

Vierwaldstättersee-Landschaft von Robert Zünd.

(Kunstmuseum Luzern)

Das Kunstmuseum Luzern gibt in einer umfassenden Ausstellung Einblick in das Werk von Robert Zünd.

Zünd gehört zu den grossen Schweizer Landschaftsmalern des 19. Jahrhunderts. Dank Detailreichtum und sorgfältigem Malstil verblüfft sein Werk bis heute.

140 Gemälde sowie Skizzen und Zeichnungen sind in der umfassenden Sommer-Ausstellung über den bekannten Schweizer Landschaftsmaler zu sehen.

Es ist die erste Überblicks-Ausstellung von Robert Zünd seit 1978, als das Kunstmuseum Luzern ihm eine Gesamt-Ausstellung widmete.

1998 würdigte das Kunsthaus Zürich den Maler mit einigen wenigen Werken – im Rahmen einer Gross-Ausstellung zur Kunst im jungen Bundesstaat 1848 – 1900 mit dem Titel "Von Anker bis Zünd".

Meisterwerke

Die diesjährige Sommer-Ausstellung in Luzern zeigt alle bekannten Gemälde des wohl berühmtesten Luzerner Malers des 19. Jahrhunderts, so zum Beispiel die "Ernte" aus dem Kunstmuseum Basel oder den "Eichenwald" aus dem Kunsthaus Zürich.

Neben dem Hauptwerk sind am Vierwaldstättersee aber auch bislang kaum bekannte Bilder aus Privatbesitz zu sehen.

Sein Leben lang war Robert Zünd, der 1909 im Alter von 82 Jahren starb, seinem Stil treu geblieben – einem Stil, den er nach dem Vorbild der holländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts entwickelt hatte.

Natur und Idylle

Zünds Thema war und blieb die Natur, insbesondere die Umgebung seines Wohnortes Luzern. Seine detailgetreuen Malereien, die auf Skizzen basierten, sind keineswegs blosser Abklatsch der Wirklichkeit. Vielmehr stellen sie eine Art Idylle dar, die von Zünd geschaffen wurde.

Vor allem Bäume und Wälder studierte er sehr genau und verstand es, sie akribisch genau und in naturalistischem Stil darzustellen. Seine Bilder von Eichen- und Buchenwäldern gelten als Meisterwerke der Schweizer Kunstgeschichte.

Auch den Wolken und den unterschiedlichen Witterungs-Stimmungen schenkte Zünd eine besondere Aufmerksamkeit.

Präzision als Stil

Der Malstil von Robert Zünd zeichnet sich durch hohe Präzision und Realitätstreue aus und erinnert stark an die Technik der Fotografie.

Zünds Talent wird besonders deutlich sichtbar in seinem Umgang mit Licht: Schattenwürfe von Bäumen fügen seinen sonnenbeschienenen Wiesen und Kornfeldern einen effektvollen Kontrast bei.

Entwicklungen im menschlichen Dasein, die sich auch in der Natur manifestierten, klammerte er jedoch aus. So sind in Zünds Bildern keine Spuren der aufkommenden Industrialisierung zu finden. Menschen stellte er selten dar. Das war auch nicht seine Stärke.

swissinfo, Gaby Ochsenbein

Fakten

Robert Zünd lebte von 1827 bis 1909.
Er gilt als der bekannteste Luzerner Künstler des 19. Jahrhunderts.
Seine Kunstauffassung zeichnet sich durch eine besondere Naturnähe aus.
Sein Malstil ist äusserst detailgetreu und präzis.

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In Kürze

Die Ausstellung im Kunstmuseum Luzern dauert bis zum 26. September 2004.

Die letzte grosse Robert-Zünd-Ausstellung fand vor 26 Jahren im Kunstmuseum Luzern statt.

1998 waren einige wenige seiner Werke in Zürich zu sehen.

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