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KIRKEL (awp international) - Die Baumarktkette Praktiker hat im zweiten Quartal erneut unter dem schlechten Wetter gelitten und daraufhin ihre Umsatzprognose gesenkt. Nach dem schneereichen Winter im ersten Quartal habe eine lange Schlechtwetterperiode im zweiten Quartal das Geschäft beeinträchtigt, teilte Praktiker am Donnerstag mit. Der Verkauf von Gartenartikeln sei im April und Mai nicht in Schwung gekommen. Im Gesamtjahr erwartet der Konzern nur einen Umsatzrückgang im einstelligen Bereich. Im Mai war Praktiker noch von moderat steigenden Erlösen ausgegangen. Die im MDax notierte Aktie büsse am Morgen 1,17% auf 5,398 EUR ein. Marktteilnehmer sprachen von schwachen Zahlen.
Im zweiten Quartal sank der Umsatz um 5,6% auf 1,04 Mrd EUR. Das operative Ergebnis (EBITA) fiel von 68,1 Mio auf 52,2 Mio EUR. Belastet hatten dabei Rückstellungen für eine Kartellstrafe in Polen wegen Preisabsprachen sowie Kosten für den Konzernumbau. Das um Sonderfaktoren bereinigte EBITA lag bei 65,1 Mio EUR. Unter dem Strich wies Praktiker einen Gewinn von 25,8 Mio EUR aus, dies war rund ein Viertel weniger als im Vorjahr.
Praktiker-Chef Wolfgang Werner bezeichnete den Geschäftsverlauf als "nicht zufriedenstellend". Der kühle Frühling habe den Saisonstart im wahrsten Sinne des Wortes verhagelt. Ausserdem komme die wirtschaftliche Erholung in Osteuropa nur langsam voran. In Rumänien, Bulgarien und Ungarn sei die Lage noch immer schwierig und die Griechenland-Krise habe zusätzlich das Geschäft belastet.
DEUTSCHLANDUMSATZ GEHT STÄRKER ZURÜCK ALS DER IM AUSLAND
Praktiker betreibt 440 Märkte in zehn Ländern, davon knapp 340 in Deutschland. Die meisten Filialen laufen unter dem Namen Praktiker. Durch die Übernahme von Max Bahr betreibt Praktiker aber auch 77 Märkte der norddeutschen Kette. Der Umsatz von Max Bahr ging im zweiten Quartal weniger stark zurück als der von Praktiker, was der Konzern auch mit einer geringeren Anzahl von Rabattaktionen bei den Praktiker-Märkten begründete als noch im Vorjahr. Insgesamt fiel der Deutschland-Umsatz um 7,2% auf 756,4 Mio EUR. Die Auslandstöchter setzten ein Prozent weniger um.
Das zweite und dritte Quartal gehören in der Branche aufs Jahr gesehen traditionell zu den starken Quartalen. Praktiker hat nach Ablauf von sechs Monaten einen Verlust von knapp 12 Mio EUR in der Bilanz. Vorstandschef Werner betonte, er blicke dennoch mit vorsichtigem Optimismus auf das zweite Halbjahr. Trotzdem wird der im ersten Halbjahr aufgelaufene Rückstand beim Umsatz nicht mehr aufzuholen sein. Das EBITA vor Sondereffekten sieht der Konzern hingegen weiterhin deutlich über dem des Vorjahres ausfallen. Helfen sollen dabei Kosteneinsparungen und weniger Rabattaktionen./she/ang/tw

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