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(Meldung um weitere Details ergänzt)
Zug (awp) - Die Precious Woods Holding AG hat nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatzrückgang erlitten. 2010 sei ein äusserst schwieriges Jahr gewesen und der im Vorjahr gestartete Turnaround zeige zwar positive Wirkungen, werde aber erst 2011 erfolgreich abgeschlossen werden können, teilte das in der Waldbewirtschaftung tätige Unternehmen am Mittwoch mit.
Der Umsatz sei um 12% auf 73 Mio USD zurückgegangen. Durch die extreme Belastung durch Sonderfaktoren und von neuen Erkenntnissen betreffend Altlasten werde das Ergebnis äusserst negativ ausfallen. Es werde ein negatives EBITDA von rund 20 Mio bis 25 Mio USD erwartet. Bereinigt um Währungseinflüsse und Sonderfaktoren habe der EBITDA 2010 aber bereits den Break-even-Punkt erreicht, das zweite Halbjahr sei wie geplant positiv und besser als das erste Halbjahr verlaufen.
Hauptursachen für den grossen Bereinigungsbedarf von Altlasten seien zu teure Akquisitionen in der Vergangenheit aufgrund von damals überschätztem Ertragspotenzial, verbleibende Unsicherheiten auf Landtiteln sowie die Bereinigung eines komplexen Beteilgungsfalles in Brasilien, räumt Precious Woods ein. Der erwartete, hohe Gruppenverlust sei aber nur zum Teil liquiditätswirksam.
Zu den Sonderfaktoren, die das Ergebnis belasteten, zählten einerseits externe Faktoren wie das Rundholzexportverbot in Gabun, die Halbierung des Ertrags aus CO2-Zertifikaten sowie die ungünstige Euro-Wechselkursentwicklung. Interne Faktoren wie Restrukturierungskosten sowie ein unbefriedigendes Ergebnis in Brasilien wegen kleinerem Erntevolumen und Lagerbereinigungen lasteten ebenfalls auf dem EBITDA.
Der geplante Turnaround soll leicht verzögert nun Ende 2011 abgeschlossen werden. Die 2009 eingeleiteten Massnahmen zeigten bereits erste Erfolge. Der Umsatz im Januar 2011 bestätige den Aufwärtstrend. Er liege wesentlich über dem des Vorjahres, wird CEO Joachim Kaufmann in der Mitteilung zitiert.
Das bestehende Geschäftsmodell sei eingehend überprüft und auf das Ziel einer markanten wirtschaftlichen Leistungssteigerung ausgerichtet worden. Der darauf basierende 5-Jahresplan zeige einen realistischen Erfolgspfad, der eine nachhaltige Rentabilität ab 2012 ermöglichen sollte. So werde eine Produktivitätserhöhung in der industriellen Verarbeitung durch eine enge Zusammenarbeit mit strategischen Partnern angestrebt.
Für die Restrukturierung und die Entschuldung würden zusätzliche Kosten anfallen, die finanziert werden müssten. Kurzfristig sollen deshalb Wandeldarlehen von 5 Mio bis 10 Mio CHF im Rahmen einer Privatplatzierung aufgenommen sowie der Verkauf von nicht-operativen Aktiven beschleunigt werden. In Zentralamerika würden Kaufangebote für aufgeforstete Ländereien geprüft.
Auch eine andere Bewertungsmethode für biologische Aktiven werde geprüft. Damit sei es realistisch, die gesetzten Ziele zum aktuellen Zeitpunkt auch ohne die ursprünglich für 2011 in Erwägung gezogene Aktienkapitalerhöhung zu erreichen. Der 5-Jahresplan zeige, dass ein EBITDA von rund plus 15% bis zum Ende der Planungsperiode erreichbar sei, über plus 10% bereits ab 2012.
Die Aktie, die seit Jahresbeginn stetig gefallen war und sich seit Mitte Februar etwas erholte, zeigt sich unbeeindruckt von den negativen Aussichten. Gegen 10.00 Uhr steht ein Plus von 2,3% auf 22,00 CHF zu Buche.
dm/rt

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