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Zürich (awp) - Die in der Waldbewirtschaftung tätige Precious Woods Holding hat ihren Verlust im ersten Halbjahr 2010 ausgeweitet. Die im letzten Jahr eingeleiteten Restrukturierungsmassnahmen zeigen zwar erste Auswirkungen, schlugen sich aufgrund interner und externer Faktoren aber noch nicht im Resultat nieder. Eine Rückkehr in die Gewinnzone wird erst für 2011 erwartet.
Die Gesamteinnahmen sanken im ersten Halbjahr 2010 um 4,2% auf 42,9 Mio und die Einnahmen aus Holz- und Stromverkäufen um 3,7% auf 39,3 Mio USD. Der Betriebverlust vergrösserte sich auf 6,7 (VJ -3,7) Mio USD. Unter dem Strich verblieb ein Reinverlust von 8,9 (-4,8) Mio USD, wie Precious Woods am Montag mitteilte.
TURNAROUND BRAUCHT ZEIT - BRASILIEN BELASTET
"Das Resultat trifft uns zutiefst", sagte VR-Präsident Ernst Brugger am Montag an einer Telefonkonferenz. "Wir haben alle wichtigsten Massnahmen eingeleitet, doch wir haben unterschätzt, wie viel Zeit ein solcher Turnaround, insbesondere der dabei nötige Kulturwandel, fordert." Der im Frühling 2009 initiierte Turnaround habe sich zu einem tiefgreifenden Umbau der Gruppe erweitert. Das zentrale Ziel sei dabei die Steigerung der operativen Wirtschaftlichkeit unter Wahrung der erreichten Standards im ökologischen und sozialen Bereich.
"Die eingeleiteten Massnahmen zeigen erste Wirkungen, haben aber bisher aufgrund interner und externer Faktoren noch nicht in positiven Zahlen resultiert", so der VR-Präsident. Zu den externen Faktoren zählt Brugger beispielsweise politische Restriktionen in Gabun. Dort setzte die Regierung das Exportverbot für Rundholz seit dem 1. Januar 2010 umfassend und konsequent durch. Auch das "grösste Sorgenkind" Brasilien habe erneut zum Verlust beigetragen: Die angestrebte Erntebewilligung sei zwar erteilt worden, allerdings rund drei Monate verspätet und erst für einen Teil des Erntegebietes.
In Brasilien habe ausserdem ein unerwarteter, durch einen Inventarfehler verursachter Verlust belastet. Zudem sei das Ergebnis geschmälert worden durch zu hohe Fixkosten im Verhältnis zu den Umsatzzahlen. Zum Verlust beigetragen habe des Weitern auch der gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Mio USD geringere Nettozuwachs der biologischen Aktiven in Zentralamerika, begründet durch die Ende 2009 revidierte Bewertungsmethodik des Plantagenwerts.
MARKTUMFELD LEICHT ERHOLT - TURNAROUND 2011 ERWARTET
Zum Marktumfeld heisst es, die Märkte für tropische Holzprodukte hätten in den vergangenen Monaten Anzeichen einer Erholung gezeigt. Das Unternehmen erziele für seine Produkte wieder bessere Preise und die Umsatzvolumen hätten sich stabilisiert. "Wir gehen davon aus, dass sich diese Trends im zweiten Halbjahr fortsetzen", sagte CEO Joachim Kaufmann. Ein verlässliche Einschätzung der künftigen Marktentwicklung sei jedoch schwierig.
Was die weitere Entwicklung des Unternehmens betrifft, will das Management nun alles daransetzen, die eingeleiteten Massnahmen beschleunigt umzusetzen. Das operative Ergebnis sollte sich denn auch im zweiten Halbjahr - währungsbereinigt und ohne Sonderfaktoren - "leicht" verbessern. Die Wende wird dieses Jahr aber - entgegen früheren Aussagen - noch nicht zu schaffen sein. "Wir werden das Ergebnis in diesem Jahr noch nicht voll korrigieren können", sagte Brugger. "Wir sind aber überzeugt, den Turnaround 2011 abschliessen und dann wieder schwarze Zahlen schreiben zu können."
Die Liquidität des Unternehmens betreffend spricht der VR-Präsident von einer "schwierigen, aber nicht kritischen" Situation. "Unsere Liquidität ist dank einer starker Kostenkontrolle gesichert", so Brugger.
Am Schweizer Aktienmarkt wurden die Precious-Woods-Titel am Berichtstag noch nicht gehandelt.
ch/ra

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