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Preisüberwacher kämpft mit den Konzernen

Dem Preisüberwacher ging auch im vergangenen Jahr die Arbeit nicht aus.

Die geplante Tariferhöhung der Post, die Gesundheitstarife, der Medikamenten-Markt und die Strommarkt-Öffnung. Das waren im Jahr 2000 die Schwerpunkte mit denen sich Preisüberwacher Werner Marti herumschlagen musste.

Wenn auch mit wenig Kompetenz ausgestattet, kann der Preisüberwacher doch Erfolge vorweisen. Das Porto für den Standardbrief in der Schweiz wird nicht erhöht. So zahlen wir weiterhin 90 Rappen für den schnelleren A-Postbrief und 80 Rappen für die B-Post.

Medikamentenpreise zu hoch

Preisüberwacher Werner Marti will die überhöhten Medikamentenpreise in der Schweiz bekämpfen. Die Schweizer Konsumenten zahlen gemäss einer neuen Preisvergleichsstudie selbst im Vergleich zum Hochpreisland Deutschland durchschnittlich 18,7% mehr für die gleichen Arzneimittel.

Im laufenden Jahr will der Preisüberwacher vor allem die Antibabypillen genauer unter die Lupe nehmen, wie er am Freitag (23.02.) in Bern ankündigte.

Bei den Verhütungsmitteln besteht gemäss Marti gegenüber Deutschland eine durchschnittliche Preisdifferenz von rund 40%. Bei den kassenpflichtigen Präparaten fordert der Preisüberwacher eine Ausweitung des internationalen Preisvergleichs auf preisgünstigere Länder und die Abschaffung der 15-jährigen Preisschutzfrist.

Kritik der Branche

Der Branchenverband Interpharma kritisiert die Schlussfolgerungen des Preisüberwachers und meint, dass gemessen an Kaufkraft, Lohn- und Kostenniveau Medikamente in der Schweiz sogar oft billiger seien als in Deutschland, zumal die D-Mark in den letzten Jahren gegenüber dem Schweizer Franken schwächer geworden ist.

Auch sei es laut Interpharma unzulässig, die Mehrwertsteuer im Preisvergleich wegzulassen, nur um künstlich grössere Preisunterschiede zu konstruieren.

Elektrizitätsmarkt

Der Preisüberwacher schreibt im Jahresbericht, dass er von Anfang an dabei gewesen sei, als man begonnen habe das Elektrizitäts-Marktgesetz auszuarbeiten. Man habe die Liberalisierung begrüsst und versucht zu erreichen, dass die feste Kundschaft nicht die Nachteile der gestaffelten Liberalisierung tragen müsse.

In den Genuss des freien Handels kommen in der Schweiz zuerst die Grossbezüger und Unternehmen. Erst viel später wird der Markt auch für den Privatkunden geöffnet. Das Gesetz nehme jetzt - dank der Arbeit der Preisüberwachung - mehr Rücksicht auf die "kleinen Kunden".

swissinfo und Agenturen

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