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PRESSE/BayernLB hat für Hypo Alpe 400 Millionen zuviel gezahlt

Dieser Inhalt wurde am 16. Oktober 2009 - 08:30 publiziert

MÜNCHEN (awp international) - Für den Kauf der Klagenfurter Bank Hypo Alpe Adria soll die Bayerische Landesbank (BayernLB) vor zwei Jahren rund 400 Millionen Euro zuviel gezahlt haben. Davon geht die Münchner Staatsanwaltschaft nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag) aus. Dies geht nach Angaben der Zeitung aus dem Durchsuchungsbeschluss für die Razzia am Mittwoch bei der BayernLB, Ex-Vorstandschef Werner Schmidt sowie bei Firmen in Österreich und Luxemburg hervor. Demnach zahlte die BayernLB etwa 400 Millionen Euro über Wert für die Bankanteile.
Im Durchsuchungsbeschluss wird dem Bericht zufolge der Wert der in Klagenfurt ansässigen Hypo Alpe Adria zum Zeitpunkt des Erwerbs durch die Landesbank 2007 mit 2,5 Milliarden Euro beziffert. Die Hälfte der Anteile wäre demnach umgerechnet 1,25 Milliarden Euro wert gewesen. Die BayernLB hatte aber für 50 Prozent und eine Aktie der Bank insgesamt 1,675 Milliarden Euro gezahlt. Zudem habe die Landesbank inzwischen weitere 700 Millionen überweisen müssen, um die in eine Schieflage geratene Gruppe zu stützen.
Die Staatsanwaltschaft ermittele gegen Schmidt, weil die Landesbank unter seiner Führung wissentlich einen überhöhten Preis für die österreichische Finanzgruppe Hypo Group Alpe Adria gezahlt hat. Damit habe er die BayernLB schwer geschädigt. Schmidt weist den Vorwurf zurück, er habe durch eine zu teure Übernahme der österreichischen Finanzgruppe Vermögen der BayernLB veruntreut./jus/DP/she

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