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PRESSE/Coop-Präsidentin fordert längere Ladenöffnungszeiten

Dieser Inhalt wurde am 19. Oktober 2009 - 07:20 publiziert

Zürich (awp/sda) - Coop-Verwaltungsratspräsidentin Irene Kaufmann fordert eine weitere Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten. Die Geschäfte sollten selber entscheiden können, wann und wie lange sie offen haben, sagte Kaufmann in einem Interview mit der Zeitung "Sonntag" (Ausgabe 18.10.).
Diese Forderung widerspreche nicht ihrer Grundhaltung, erklärte Kaufmann, die in einem sozialdemokratischen Haushalt aufwuchs. "Die Lebensmodelle werden heute immer flexibler. Als erwerbstätige Frau ist man darauf angewiesen, dass man auch zu Randzeiten einkaufen kann."
Dies bringe zwar zum Teil eine Zusatzbelastung für die Arbeitnehmer, dafür gebe es auch neue Job-Möglichkeiten, sagte Kaufmann. Die Zusatzbelastung würde entsprechend entschädigt. "Wir sehen, dass viele Mitarbeitende an Arbeitszeiten am Abend und am Wochenende interessiert sind. Das versuche ich auch den Gewerkschaften zu erklären."
Allerdings plädiert Kaufmann nicht für eine völlige Abschaffung des Ladenschlusses, an Sonntagen sollen die Geschäfte grundsätzlich geschlossen sein: "Wir verlangen in der ganzen Schweiz bloss vier Verkaufssonntage, zwei davon im Dezember." Bei den Tankstellenshops, an Bahnhöfen und Flughäfen ist sie hingegen für eine generelle Liberalisierung.
Kaufmann ist seit zwei Jahren oberste Coop-Verantwortliche. Coop-Chef Hansueli Loosli wird sie allerdings 2011 als Verwaltungsratspräsident abgelöst. Kaufmann will sich auf das Vizepräsidium beschränken. Der neue Coop-Chef soll bis spätestens im Frühling 2011 präsentiert werden. Dabei spielt es laut Kaufmann keine Rolle, ob es eine interne oder externe Nachfolge gebe.
rt

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