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Zürich (awp) - Die Bruttomargen im Private Banking sind gemäss Walter Berchtold, CEO des Private Banking der Credit Suisse, bereits etwas gefallen. Er erwarte aber, dass sich die Margen bis auf weiteres auf den "derzeitigen Levels" bewegen werden, sagte Berchtold in einem Interview in einer Sonderbeilage der Finanz und Wirtschaft (Ausgabe 28.05.). Im weiteren zeigt sich der CS-Manager davon überzeugt, dass der Finanzplatz Schweiz mittel- und langfristig attraktiv bleiben werde.
Der Rückgang der Bruttomargen im Private Banking ist gemäss Berchtold im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Kunden seit der Finanzkrise sehr zurückhaltend agieren. Nun würden sie zwar wieder etwas aktiver, was zu leicht steigenden Kommissionseinnahmen führe. Allerdings werde der Druck auf die Zinsmargen anhalten, somit würden die etwas höheren Kommissionseinnahmen von den tieferen Zinsmargen wieder aufgefressen. Darüber hinaus akquiriere die CS immer mehr Gelder von den sogenannten Ultra High Net Worth Individuals. Dieses Kundensegment, dass im letzten Jahr 50% der Neugelder ausgemacht habe, generiere in der Bruttosicht naturgemäss aber einen tieferen "Return, rund 50 Basispunkte plus 20 Basispunkte aus dem Investment Banking". Das drücke technisch die Bruttomarge.
Sobald die Zinsen wieder anziehen, werde dies die CS sehr rasch positiv zu spüren bekommen, so Berchtold weiter. "100 Basispunkte Zinsanstieg entsprechen in unserem Fall im Wealth Management-Bereich Zusatzeinnahmen von rund 300 bis 400 Mio CHF pro Jahr".
Die CS sei von ihrem Geschäftsmodell überzeugt und bereit, über den Zyklus hinweg zu investieren, der im Private Banking statistisch rund sieben Jahre dauere, führte der CEO des PB weiter aus. "Ein neuer Kundenberater erreicht den Break-even im Durchschnitt nach 24 bis 36 Monaten. Das Höchst der Effizienz ist nach sieben Jahren erreicht", so Berchtold weiter.
Im weiteren zeigte sich Berchtold bezüglich der Perspektiven des Finanzplatzes Schweiz zuversichtlich. Dessen Attraktivität steige seiner Meinung nach sogar, da der Finanzplatz Schweiz bezüglich politischer Stabilität, leistungsfähigem Finanzsystem, Verlässlichkeit des Rechtssystems, starker Währung und qualitativ hochstehenden Dienstleistungen attraktiv sei.
Die Abgeltungssteuer betrachtet Berchtold nicht als eine Übergangslösung. "Sie erlaubt uns, das Bankkundengeheimnis im engeren Sinn aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die durchaus verständlichen Bedenken unserer Nachbarstaaten in Bezug auf die Steuerehrlichkeit ihrer Staatsangehörigen zu entkräften", sagte Berchtold.
Berchtold machte klar, dass die Schweiz kein Interesse daran habe, als "Hub für die Legalisierung nicht versteuerter Vermögen zu fungieren". "Wir haben ein Interesse daran, die Altlasten zu bereinigen, künftig mit unsren Standortvorteilen zu überzeugen und so Neugeldzufluss anzuziehen."
sig/cf

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