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Bern (awp/sda) - CS-Verwaltungsratspräsident Hans-Ulrich Doerig gesteht Fehler bei der Boni-Ausschüttung für das Top-Management der Grossbank ein. Im Rahmen eines langfristigen Bonusprogramms hatte CS-Chef Brady Dougan Anfang Jahr einen Bonus von 71 Mio CHF erhalten.
Über die Höhe dieses Betrags sei er überrascht gewesen, sagte Doerig auf eine entsprechende Frage in einem Interview, das am Samstag in der "Berner Zeitung" (Ausgabe, 10.07.) erschien. Dennoch ist dieser Bonus aus Doerigs Sicht nicht unverdient. Man müsse zugestehen, dass Dougan "einen Superjob macht".
Das Bonusprogramm PIP (Performance Incentive Plan) stammt aus dem Jahr 2004, die Ausschüttung der damaligen Boni war an den Unternehmenserfolg geknüpft und erfolgte fünf Jahre später. 400 Spitzenmanager der Grossbank erhielten total CS-Aktien im Wert von 3 Mrd CHF ausbezahlt. Am meisten erhielt Dougan. Das Programm stiess auf heftige Kritik.
"Ich muss zugegeben: Ja, wir müssen aus dem PIP-Programm die Lehren ziehen und dürfen gewisse Fehler sicher kein zweites Mal machen", sagte Doerig. Über Änderungen werde später informiert. Ein Ziel habe das Programm aber erreicht: "Das Programm hat uns geholfen, wegen der langen Laufzeit gute Leute an uns zu binden."
Schon beim Nachfolge-Programm (PIP II), das nächstes Jahr auslaufe, werde sich die Situation nicht wiederholen. "Die Begünstigten (werden) gemäss heutigem Stand grosse Teile des damaligen Bonus verlieren", sagte der Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse.
Sorgen machen Doerig die Menge der "innert kürzester Zeit neu vorgebrachten Regeln" für Banken, die wegen ihrer Grösse bei einem Kollaps eine Gefahr für die Volkswirtschaft darstellen. Er sei sich bewusst, dass das Eigenkapital in Zukunft höher sein werde. Es müsse aber anerkannt werden, dass die Schweizer Banken schon heute schärfere Regeln befolgen müssten als anderswo.
Als "sehr gut" bezeichnete Doerig die Idee, dass die Banken spezielle Obligationen ausgeben müssten, die in Aktien umgewandelt würden, wenn das Eigenkapital unter einen Schwellenwert fällt. Das könne das System sicherer machen und nehme die Eigentümer der Bank in die Pflicht.
Für ein ähnliches System hatte sich in der vergangenen Woche die SP eingesetzt. Sie schlägt aufgrund einer Studie des Zürcher Bankenprofessors Urs Birchler vor, dass die Grossbanken gemessen an ihrer Grösse wandelbare Schulden ausgeben müssten. Diese müssten bei Insolvenz in Aktien umgewandelt werden.
mk

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