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DÜSSELDORF (awp international) - Die von einer Schmiergeldaffäre belastete Ferrostaal AG verliert laut einem Pressebericht wichtige Partner. Daimler wolle ein geplantes Rüstungsgeschäft in Algerien ohne Ferrostaal durchziehen, berichtet das "Handelsblatt" (Montag). Man führe jetzt "direkte Gespräche mit den algerischen Partnern", sagte eine Daimler-Sprecherin der Zeitung. Die Staatsanwaltschaft München vermutet, dass Ferrostaal in der Vergangenheit hohe Schmiergelder bezahlt hat, um U-Boote und andere Industriegüter zu verkaufen.
Ein von Ferrostaal geführtes Konsortium sollte in dem nordafrikanischen Staat eine Produktion für Panzer und Geländewagen aufbauen. Die Verträge waren im August 2009 unterzeichnet worden und haben über die Jahre ein Geschäftsvolumen von mehreren Milliarden Euro. Wenige Monate nach Vertragsunterzeichnung kochte die Affäre bei Ferrostaal hoch. Für Daimler werde eine Zusammenarbeit mit dem Unternehmen damit schwierig, schreibt das "Handelsblatt". Denn der Autobauer steht wegen seiner eigenen Schmiergeldvergangenheit unter besonderer Beobachtung der US-Börsenaufsicht SEC.
Auch ThyssenKrupp zieht sich dem Bericht zufolge von Ferrostaal zurück. "Wir werden die Zusammenarbeit mit Ferrostaal beenden", zitiert die Zeitung Konzernkreise. Auch MAN , bisher mit 30 Prozent an Ferrostaal beteiligt, wolle nicht mehr. Das Unternehmen bemühe sich, seinen Restanteil zu verkaufen.
Bisher ist Ferrostaal als Dienstleister der deutschen Industrie aktiv gewesen, etwa bei Rüstungsexporten. Im vergangenen Jahr hatte der Staatsfonds IPIC aus Abu Dhabi Ferrostaal zu siebzig Prozent übernommen - von MAN./stw/zb

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