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PRESSE/DE: Versicherer wollen Ausnahme für Griechenland-Anleihen

HAMBURG (awp international) - Die deutschen Versicherer verhandeln laut einem Pressebericht mit der Finanzaufsicht Bafin und dem Bundesfinanzministerium über weitreichende Erleichterungen im Umgang mit griechischen Staatsanleihen. Das gehe aus einem internen Schreiben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) an die Vorstände seiner Mitglieder hervor, schreibt die "Financial Times Deutschland" am Donnerstag. GDV und Bafin nahmen dazu nicht Stellung.
Die Branche hat Handlungsbedarf, weil die Ratingagentur S&P die Bonität Griechenlands am Montag auf "CCC" herabgestuft hat - nur noch vier Stufen vor dem Zahlungsausfall. Schon am 2. Juni hatte Moody?s seine Bewertung auf "Caa1" gesenkt. "Damit bewerten zwei von drei Agenturen Griechenland unterhalb von B?/b3", schreiben die GDV-Funktionäre Jörg Freiherr Frank von Fürstenwerth und Axel Wehling laut "FTD". Die Folge: Griechische Papiere dürfen nicht mehr im sogenannten gebundenen Vermögen geführt werden. "Es wäre eine Umbuchung in das restliche Vermögen oder gegebenenfalls eine Veräusserung nötig."
Das gebundene Vermögen ? früher Deckungsstock genannt ? deckt die Ansprüche von Versicherungsnehmern gegen Versicherer im Insolvenzfall ab. Dazu gehören die von Lebensversicherern den Kunden bereits fest gutgeschriebenen Beträge. Hier verlangt die BaFin eine besonders konservative Kapitalanlagepolitik. Davon möchte die Branche eine Ausnahmeregelung für die derzeitige Situation./stw/tw

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