Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

LONDON (awp international) - Die Deutsche Bank steht wegen der Postbank-Übernahme offenbar kurz vor einer milliardenschweren Kapitalerhöhung. Die Frankfurter wollten wahrscheinlich schon am Montag die Massnahme im Volumen von acht bis neun Milliarden Euro bekanntgeben, berichen die "Financial Times" ("FT"), das "Wall Street Journal" und das "Handelsblatt" am Freitag unter Berufung auf Kreise. Zuvor hatte bereits die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg vermeldet, dass entsprechende Pläne von mehreren Investmentbanken geprüft würden, eine Entscheidung aber noch nicht getroffen worden sei.
Mit dem Schritt wolle die grösste deutsche Bank die Komplettübernahme der Postbank finanzieren, hiess es. Bloomberg berichtete zudem, dass sich die Deutsche Bank damit auch für die anstehenden schärferen Kapitalregeln für die Banken rüsten will. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte zuletzt allerdings immer wieder betont, dass er den Kapitalmarkt nur wegen möglicher Übernahmen anzapfen will. Die Deutsche Bank wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.
DEUTSCHE BANK VERLIERT DEUTLICH - POSTBANK ZIEHT AN
An der Börse kamen die Berichte nicht gut an. Die Aktie der Bank gab bis 10.30 Uhr 5,46 Prozent auf 47,29 Euro nach und fiel damit auf den tiefsten Stand seit Mitte Juli. Am Markt wird bereits seit geraumer Zeit über eine bevorstehende Kapitalerhöhung der Bank spekuliert. Die mögliche Höhe überraschte die Experten allerdings. So hiess es in einer Studie der US-Investmentbank Goldman Sachs : "Es war klar, dass die Deutsche Bank wegen der bevorstehenden Postbank-Übernahme bald an den Kapitalmarkt gehen wird. Die in den Berichten genannten neun Milliarden sind jedoch mehr als erwartet."
Die Postbank-Aktie reagierte mit einem deutlichen Aufschlag auf die Berichte. Getrieben von der Hoffnung auf ein baldiges Übernahmeangebot der Deutschen Bank stieg das Papier auf den höchsten Stand seit April. Derzeit hält die Deutsche Bank knapp 30 Prozent an dem Bonner Institut. Spätestens bis Ende Februar 2012 muss die grösste deutsche Bank von der früheren Postbank-Mutter Post weitere 60 Millionen Aktien oder rund 27 Prozent für 45 Euro je Aktie übernehmen. Spätestens dann wird auch ein Pflichtangebot an die übrigen Aktionäre zu mindestens diesem Preis fällig.
DEUTSCHE BANK MÜSSTE POSTBANK-BILANZ SCHNELL AUFPOLSTERN
Da der Aktienkurs trotz des jüngsten Kursanstiegs mit 26,50 Euro immer noch deutlich unter diesem Preis liegt, wird am Aktienmarkt bereits seit längerem über ein freiwilliges Übernahmeangebot spekuliert. Derzeit befinden sich etwas mehr als 30 Prozent der Postbank-Anteile im Streubesitz. Dieses Paket wird derzeit am Markt mit rund 1,8 Milliarden Euro bewertet. Da die Postbank jedoch vergleichsweise schwach kapitalisiert ist, muss die Deutsche Bank das Institut schnell mit frischem Geld versorgen, um die eigenen Ansprüche bei der Kapitalausstattung zu erfüllen./zb/ang/tw

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???