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Zürich (awp) - Der ehemalige Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Jean-Pierre Roth, verteidigt das Euro-Krisenmanagement der Notenbank. "Die Kritiker müssten sich erst einmal mit den Tatsachen und Risiken der Eurokrise auseinander setzen", sagte Roth in einem Interview mit dem Westschweizer Wirtschaftsmagazin "Bilan" (Online-Ausgabe 02.02.). Real habe der Schweizer Franken seit der Einführung des Euro im Jahr 1999 gegenüber der Gemeinschaftswährung nur um 6% zugelegt. "Dies stellt für mich ein ausserordentlich gutes Krisenmanagement dar."
Gegenüber dem Franken habe sich der Euro zwischen 1999 und 2010 um 22% abgeschwächt. In derselben Zeitperiode habe die Inflation im Euro-Raum aber 28% betragen und sei damit deutlich über der Teuerung von 12% in der Schweiz gelegen. Die Differenz betrage so 16% und nur ein Rückgang des Euro gegenüber dem Franken um 6% könne nicht mit der Inflation begründet werden, führt Roth aus.
Roth gibt sich im Weiteren zuversichtlich für die Schweizer Wirtschaft. Das Problem sei weniger der Trend des Frankens zur Stärke, sondern Geschwindigkeit der Aufwärtsbewegung. "Wäre aber die Lage nicht noch viel schwieriger gewesen, wenn die SNB nicht interveniert hätte?", so Roth.
Im Weiteren sind für Roth die Lehren klar, die die Schweizer Wirtschaft aus der Eurokrise ziehen muss: "In Zukunft sind die wichtigen Märkte nicht mehr in Europa. Es werden die heutigen Schwellenmärkte sein." Und, der Euro könne nur funktionieren, wenn sich alle Staaten der Eurozone einer strikten Budgetdisziplin unterwerfen würden.
Die SNB ist vor allem jüngst stark kritisiert worden, als sie im Zuge massiver Euro-Käufe im Jahresbericht 2010 einen Verlust von 21 Mrd CHF ausweisen musste.
Roth ist derzeit Präsident des Verwaltungsrates der Genfer Kantonalbank und Mitglied der Verwaltungsräte von Nestlé, Swiss Re und Swatch.
rt/ra

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