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PRESSE/Energiedienst-CEO: Erstes Quartal bisher gut gelaufen

Dieser Inhalt wurde am 28. April 2010 - 08:40 publiziert

Zürich (awp) - Die in der Schweiz und in Deutschland tätige Energiedienst Holding AG ist offenbar auf Kurs. "Das erste Quartal ist bisher gut gelaufen", sagte der CEO des Stromversorgers, Martin Steiger, in einem Interview mit der "HandelsZeitung" (Ausgabe 28.4.).
Für das Gesamtjahr zeigt sich Steiger noch zurückhaltend. Auf die Vorhersage der Zeitung, dass Energiedienst dieses Jahr den Gewinn wohl steigern werde, meinte er: "Das wird schwierig. Wir haben Kostenfaktoren wie zum Beispiel Rheinfelden. Andererseits sind unsere Möglichkeiten, die Preise zu erhöhen, beschränkt."
Zum Thema Akquisitionen erklärte Steiger, dass er sich dazu jetzt nicht äussern könne. Klar sei aber, dass Energiedienst im bisherigen Marktgebiet bleiben und sich beispielsweise nicht an einem Kohlekraftwerk in der Türkei beteiligen werde. Potentielle Objekte seien allerdings an einer Hand abzuzählen. Über eine mögliche Änderung der Dividendenpolitik mochte er nicht spekulieren. Die Gewinnausschüttung sei mit 30 bis 40% definiert und werde regelmässig überprüft.
Der Umstand, dass der Haupteigentümer Energie Baden-Württemberg (EnBW) den Anteil an der Energiedienst Holding auf über 80% erhöht hat, bringe gewisse Nachteile. Die Aktie sei aus dem SPI gefallen und werde am Kapitalmarkt weniger wahrgenommen, was es erschwere, eine Anleihe zu platzieren. Ein Reduktion des Anteils von EnBW sei für diese derzeit aber kein Thema und auch einem Rückzug von der Börse erteilt Steiger eine Absage: "Es ist ein teures Unterfangen, die Minderheitsaktionäre auszukaufen." EnBW müsste ein paar Hundert Millionen aufwerfen, ohne etwas zu gewinnen.
Weiter prophezeit Steiger steigende Strompreise. "Die Preise werden weiter steigen, vor allem wenn die Marktmechanismen richtig funktionieren. Im Westeuropäischen Kraftwerkspark ist ein riesiger Ersatzbedarf vorhanden." In der Schweiz seien die Wasserkraft- und Kernkraftwerke zum grossen Teil abgeschrieben, weshalb der Anteil der Kapitalkosten an der Produktionskosten tief sei. Dies sichere der Schweiz unter anderem die internationale Wettbewerbsfähigkeit.
In 10 oder 15 Jahren werde der hiesige Energiemarkt indes seine internationale Wettbewerbsfähigkeit verlieren, einerseits wegen konstant neuer von der Politik beschlossener Abgaben, anderseits müsse der Kraftwerkspark erneuert werden.
cf/uh

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