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PRESSE/EU will Grossbanken nicht mehr um jeden Preis retten

Dieser Inhalt wurde am 16. Oktober 2009 - 08:20 publiziert

BRÜSSEL (awp international) - Die Europäische Union will in Schieflage geratene Grossbanken einem Zeitungsbericht zufolge nicht mehr um jeden Preis retten. Im Notfall müsse es auch möglich sein, ein grenzüberschreitendes Institut zu liquidieren, zitiert das "Handelsblatt" auf einer Beschlussvorlage für den EU-Finanzministerrat (Ecofin). Der Ecofin-Rat werde am kommenden Dienstag über das Papier beraten.
Demnach sollen die betroffenen Finanzaufsichtsbehörden für jede einzelne Grossbank ein spezifisches "Notfallszenario" sowie einen individuellen "Abwicklungsplan" aufstellen. Bereits im kommenden Jahr solle für jede Grossbank solch ein "living will" erarbeitet werden. Die EU benötige "eine glaubwürdige Alternative zur staatlichen Stützung" der Banken, heisst es in dem Papier.
Die neuen Abwicklungspläne für Banken sind Teil eines umfangreichen Regelwerks, mit dem sich die EU gegen künftige Krisen wappnen will. Dieses Regelwerk besteht aus zwei Teilen. Zum einen soll eine europäische Finanzaufsicht entstehen, die aus drei EU-Agenturen für Banken, Versicherungen und Wertpapiermärkte sowie einem bei der EZB angesiedelten Systemrisiko-Rat besteht. Zum anderen dazu entwickelt die EU Regeln für die Zusammenarbeit der Staaten im Falle einer akuten Krise bei einem grossen Finanzinstitut./gr/das

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