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FRANKFURT (awp international) - Die starken Euro-Länder werden laut einem Pressebericht noch umfangreicher für ihre schwachen Partner bürgen als bisher geplant. "Die sechs Euro-Länder, denen die Märkte aufgrund solider Finanzen beste Kreditwürdigkeit bescheinigen, garantieren für etwaige Kredite aus dem bis 2013 befristeten Euro-Rettungsfonds EFSF künftig mit 780 Milliarden Euro", schreibt die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf einen Sprecher von Euro-Gruppenchef Jean-Claude Juncker. Einen entsprechenden Beschluss wollten die europäischen Finanzminister laut dem Bericht bei einem Treffen am Montagabend in Brüssel fassen. Ziel ist es, hochverschuldete Euro-Länder vor der Pleite zu retten und die gemeinsame Währung zu stabilisieren. Der befristete Fonds wird 2013 durch einen permanenten Fonds abgelöst.
Bisher garantieren die Euro-Länder mit 440 Milliarden Euro für Kredite, die der EFSF an hochverschuldete Euro-Länder in höchster Not vergibt. Davon standen bisher nur 260 Milliarden Euro als tatsächliche Kredite zur Verfügung. Mit dem Rest sicherten die Euro-Länder niedrige Zinsen. Damit künftig die volle Summe von 440 Milliarden Euro verleihbar ist, müssen die sogenannten AAA-Länder Deutschland, Frankreich, Österreich, Luxemburg, Finnland und die Niederlande ihre Garantien erhöhen. Deutschland haftet mit 27 Prozent, also etwa 210 Milliarden Euro.
Irland ist das erste Land, das Nothilfe aus dem gemeinsamen Fonds beantragte. Aus dem insgesamt 85 Milliarden Euro umfassenden Paket stammen 17,7 Milliarden Euro aus dem EFSF. Portugal wird das zweite Land sein, dem die Partner helfen. Die Finanzminister wollten auf ihrem Treffen am Montag ein Hilfspaket von 78 Milliarden Euro beschliessen, ein Drittel der Kredite soll aus dem EFSF kommen. Zudem zeichnet sich ab, dass in Kürze als drittes Land Griechenland an die Tür des EFSF klopfen könnte. Das Land, das vor einem Jahr bereits 110 Milliarden Euro aus einem separaten Fonds erhielt, benötigt zusätzliche Unterstützung aus den Partnerländern. Ein konkreter Beschluss wurde am Montagabend nicht erwartet./jsl/he

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The citizens' meeting

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