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HAMBURG (awp international) - Der krisengeschüttelte Essener Industriedienstleister Ferrostaal verlangt einem Pressebericht zufolge von seiner Ex-Mutter MAN 103 Millionen Euro zurück. Diesen Betrag hat MAN von 1999 bis 2008 nach Ansicht von Ferrostaal zuviel an Gewinnen abgeschöpft. Das geht nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD) (Dienstagausgabe) aus dem Jahresabschluss 2009 von Ferrostaal hervor.
Wegen eines seit zwei Jahren schwelenden Korruptionsskandals hat Ferrostaal in den vergangenen Monaten seine Bilanzen für die Jahre 1999 bis 2008 korrigiert. Eine Ferrostaal-Sprecherin sagte der Zeitung, diese Aufarbeitung der Bilanzen sei inzwischen abgeschlossen.
Der Anlagenbauer hatte jahrelang Schmiergelder gezahlt, um an Aufträge zu kommen. Dabei wurden unrechtmässige Gewinne erzielt. Wegen eines Beherrschungsvertrages mit MAN hat Ferrostaal diese Gewinne regelmässig bei dem Münchner Lkw- und Grossmotorenbauer abgeliefert - bis dieser Ferrostaal 2009 mehrheitlich an den arabischen Staatsfonds IPIC verkaufte. Die zu viel gezahlten Beträge will Ferrostaal nun von MAN zurück.
Ein MAN-Sprecher sagte der Zeitung, bislang sei keine Forderung von Ferrostaal eingegangen. Das Thema ist bereits der dritte Streitpunkt zwischen MAN, Ferrostaal und dessen 70-Prozent-Eigner IPIC. IPIC verlangt von MAN einen Abschlag auf den Kaufpreis für die restlichen 30 Prozent an Ferrostaal und droht sogar mit Rückabwicklung. Darüber hinaus zanken sich alle Beteiligten, wer das Ferrostaal drohende Bussgeld übernehmen soll. Unternehmenskreisen zufolge, so berichtet die Zeitung, fordert die Münchner Staatsanwaltschaft von Ferrostaal 200 Millionen Euro, um das seit 2009 laufende Ermittlungsverfahren einzustellen./stb/chs

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