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PRESSE/Gazprom will VNG-Anteil ausbauen - Tauschgeschäft mit GDF Suez

Dieser Inhalt wurde am 03. November 2009 - 08:40 publiziert

DÜSSELDORF/MOSKAU (awp international) - Der russische Energieriese Gazprom will seinen Anteil an dem ostdeutschen Gasgrosshändler Verbundnetz Gas (VNG) ausbauen. Gazprom verhandele mit dem französischen Versorger GDF Suez über den Kauf dessen Aktienpakets an VNG, berichtet das "Handelsblatt" (HB/Dienstagausgabe) unter Berufung auf mehrere mit den Gesprächen vertraute Personen. Im Gegenzug sollen die Franzosen einen Anteil an der Ostseepipeline erhalten. Offiziell wollten weder Gazprom- noch GDF-Suez-Vertreter der Zeitung zufolge das Geschäft kommentieren. Kreisen zufolge seien die Verhandlungen aber schon weit fortgeschritten. Gazprom habe sogar bereits beim Bundeskartellamt vorgefühlt.
Für Gazprom habe das Geschäft zentrale strategische Bedeutung, berichtet das "Handesblatt" weiter. Zwar gehe es nur um die Aufstockung ihres VNG-Anteils um gut fünf auf 10,52 Prozent. Doch das russische Energieunternehmen würde sich damit gemeinsam mit dem Partner Wintershall (15,79 Prozent) eine Sperrminorität bei einem der grössten deutschen Importeure sichern. Gemeinsam mit der BASF-Tochter Wintershall kontrollieren sie bereits Wingas, die Nummer zwei im deutschen Markt. Neben ihrer Macht als Gaslieferant sicherten sich die beiden Unternehmen auch mehr und mehr den direkten Zugang zum Absatz an deutsche Kunden. Insgesamt habe russisches Gas hierzulande bereits einen Marktanteil von knapp 40 Prozent hiess es.
Die Leipziger VNG, drittgrösster deutscher Gasimporteur, versorgt europäische Kunden mit Gas aus Norwegen und Russland. Sie ist nicht nur Nummer drei in Deutschland, sondern auch in Europa unter den zehn grössten Importeuren. Im Jahr 2008 setzte VNG 5,5 Mrd. Euro um.
ne/wiz

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