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LONDON (awp international) - Finanzaufsichtsbehörden in den USA, Japan und Grossbritannien untersuchen einem Pressebericht zufolge den Verdacht auf Zinsmanipulationen von einigen der grössten Banken der Welt. Es werde geprüft, ob die Geldhäuser zwischen 2006 und 2008 bei wichtigen Referenzzinssätzen für Kredite der Finanzinstitute getrickst haben, schreibt die "Financial Times am Donnerstag unter Berufung auf informierte Kreise. Neben der UBS hätten Bank of America , Citigroup und Barclays dazu bereits Vorladungen erhalten. Auch von der WestLB wollten die Ermittler bereits Informationen. Die Landesbank erklärte in der Zeitung, sie habe keine Vorladung bekommen, die übrigen Institute lehnten eine Stellungnahme ab.
Konkret geht um die sogenannten Libor-Sätze, den Referenzzinssatz im Interbankengeschäft. Dieser wird jeden Tag von British Bankers? Association (BBA) in London auf Basis einer Befragung der wichtigsten Banken ermittelt und gilt als Berechnungsgrundlage für zahlreiche Kreditverträge, Derivate und variabel verzinste Anleihen. Im Raum steht der Verdacht, dass die Institute dabei ihre eigenen Zinskosten zu niedrig angegeben haben, um sich kollektiv günstiger zu refinanzieren und nicht in den Verdacht zu geraten, ihre Kosten für die Geldleihe seien gestiegen.
Im die Vorwürfe betreffenden Zeitraum waren 16 Banken an der Ermittlung des Dollar-Libors beteiligt, darunter auch die Deutsche Bank und die WestLB. Nach FT-Informationen haben alle 16 Banken bereits Anfragen von den Behörden bekommen. Die Untersuchungen waren diese Woche bekannt geworden, nachdem die UBS im Geschäftsbericht für 2010 schrieb, die Grossbank habe aus den USA Vorladungen von mehreren Behörden bekommen.
enl/zb/tw

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