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BERLIN (awp international) - Die Staatsbank KfW hätte den EU-Bankenstresstest nach eigenen Angaben problemlos bestanden. Das Förderinstitut, das nicht zur Gruppe der im Juli offiziell geprüften Banken gehörte, habe den Test freiwillig intern durchgerechnet, sagte Vorstandschef Ulrich Schröder der "Welt am Sonntag". "Selbst im schlimmsten Szenario würde unsere Kernkapitalquote nur auf 8,8 Prozent sinken. Damit liegen wir sehr deutlich über der geforderten Mindestquote von sechs Prozent."
Auch die Risiken bei Staatsanleihen, für die sich der Kapitalmarkt zuletzt besonders interessierte, sind nach seinen Angaben sehr begrenzt: "Unser Bestand an Anleihen der besonders im Fokus stehenden Länder Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien summiert sich auf weniger als eine Milliarde Euro", sagte er.
NUR HYPO REAL ESTATE SCHAFFTE TEST NICHT
Die KfW gehört zu 80 Prozent dem Bund und zu 20 Prozent den Ländern und fördert den Mittelstand sowie Privatleute mit zinsgünstigen Krediten. Dazu zählen auch Investitionen im Bereich Wohnungsbau und Umweltschutz sowie die Exportfinanzierung.
Der grosse Banken-Krisentest der EU war für Deutschland Ende Juli unter dem Strich gut ausgegangen: 13 von 14 Instituten hatten den Test bestanden, nur die Hypo Real Estate schaffte es erwartungsgemäss nicht. Konkret war bei den Stresstests geprüft worden, wie belastbar die Kapitalausstattung der Banken ist, wenn die Wirtschaft einbricht und sich die Situation am Markt für Staatsanleihen wieder extrem zuspitzt.
TOCHTER IKB BESCHERTE MILLIARDENVERLUSTE
In der Finanzkrise hatte die KfW durch die Schieflage ihrer damaligen Tochter IKB Milliardenverluste erlitten. Heute stehe die Staatsbank mit einer Kernkapitalquote von 10,3 Prozent wieder recht solide da, sagte Schröder: In den ersten sechs Monaten 2010 hatte die KfW mit einem Überschuss von knapp einer Milliarde Euro fast so viel verdient wie im ganzen Rekordjahr 2009: "Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, werden wir eine neue Bestmarke aufstellen".
Dennoch warnte der Bankchef vor Euphorie. "Die Ertragsentwicklung im ersten Halbjahr und die gewaltigen Zuwächse im Fördervolumen können wir nicht fortschreiben. Mit Blick auf die positive wirtschaftliche Entwicklung erwarte ich für 2011 ein rückläufiges Ergebnis". Das Konjunkturprogramm der Bundesregierung, das für den Anstieg des inländischen Fördervolumens um 90 Prozent im ersten Halbjahr massgeblich mitverantwortlich war, läuft zum Jahresende aus./yyzz/DP/he

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