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FRANKFURT (awp international) - Die angestrebte Kontrollmehrheit beim deutschen Baukonzern Hochtief kann für den spanischen Konkurrenten ACS teuer werden. Die wichtigen Verträge für Kredite und Beteiligungen enthielten Change-of-Control-Klauseln, berichtet die "Börsen-Zeitung" (BöZ/Dienstagausgabe). Diese im Geschäftsbericht aufgeführten Klauseln würden schon dann wirksam, sobald die Schwelle von 30 Prozent überschritten werde.
Stockten die Spanier ihren Anteil an Hochtief auf über 30 Prozent auf, dann könnten Bankkredite von mehr als vier Milliarden Euro fällig werden. Angesichts der soliden Bilanz des deutschen Baukonzerns werde es aller Voraussicht nach keine Probleme geben, sich gegebenenfalls neue Kredite zu sichern, zitiert die Zeitung ACS-Kreise. Allerdings dürften unter einem Refinanzierungsdruck mit einem solchen Volumen die Konditionen für Hochtief deutlich ungünstiger ausfallen.
Bei einem Kontrollwechsel drohe Hochtief unter anderem aus den USA eine Forderung von bis zu 500 Millionen US-Dollar, hiess es weiter. Diese Sicherheitsleistung ergebe sich aus einem Vertrag mit vier US-Gesellschaften zur Absicherung einer Kredit-Linie in Höhe von 6 Milliarden Dollar, die die beiden US-Töchter Flatiron und Turner für öffentliche Aufträge abgeschlossen hätten. Auch bei diversen Verträgen bei Gemeinschaftsprojekten von Unternehmen und der öffentlichen Hand (Public Private Partnership, PPP) zöge ein Kontrollwechsel Kauf- und Verkaufsverpflichtungen nach sich.
In der vergangenen Woche hatte der spanische Baukonzern ACS angekündigt, die Mehrheit an Hochtief übernehmen zu wollen. Den Aktionären sollen für fünf Anteile an dem Essener Unternehmen acht ACS-Anteile geboten werden. ACS ist derzeit mit einem Anteil von knapp 30 Prozent einziger Grossaktionär bei Hochtief. Rund 65 Prozent der Aktien befinden sich im Streubesitz, knapp fünf Prozent werden von dem Unternehmen selbst gehalten./mne/stw/wiz

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