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Zürich (awp) - Der Chef des Lifesciencekonzerns Lonza Group AG will das Geschäft breiter ausrichten. Dies soll unter anderem mit dem Einstieg ins Geschäft mit Biosimilars geschehen, der in Zusammenarbeit mit der israelischen Teva in Angriff genommen wird. Die Biotech-Nachahmerprodukte sollen überdurchschnittliche Erträge generieren und Auftragsschwankungen glätten.
Borgas rechnet damit, dass das Segment drei bis fünf Jahre nach Einführung erster Produkte eine gleich grosse Säule sein wird, wie es Biopharmazeutika heute sind. "Biosimilars werden bis zu 30% des Produktionsnetzes auslasten", sagte CEO Stefan Borgas im Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" (Ausgabe vom 08.01).
Mit Biosimilars wird Lonza an der gesamten Wertschöpfungskette beteiligt sein, nicht wie sonst nur am Wirkstoff. Die Einstiegshürden sind jedoch hoch: Die Entwicklung eines Biogenerikums verschlingt einen dreistelligen Millionenbetrag. "Wenn wir nicht überzeugt wären, einen ordentlichen Marktanteil gewinnen zu können, würden wir nicht so viel Geld investieren. Ein Marktanteil von 10% gäbe einen vernünftigen Payback", rechnet sich Borgas aus.
Borgas rechnet je nach Medikament mit Preisabschlägen von bis zu 50% zum Referenzprodukt. Er erwarte, dass die Preise über die Zeit mit jedem neuen Mitbewerber sinken. "Lonzas durchschnittliche Betriebsgewinnmarge beträgt 15%, wenn wir ein Geschäft mit 30% haben: wunderbar", so Borgas wörtlich.
Die Zukunft des Unternehmens liegt in den Augen von Borgas auch in den Schwellenländern. Heute sei Lonza mit Pharmakunden praktisch komplett in westlichen Märkten tätig. In China und Indien baue Lonza derzeit Produktionsanlagen für lokale Kunden. Bis 2020 werde das Unternehmen die Hälfte seines Umsatzes in Asien erwirtschaften. "Vielleicht geht's auch schneller", so Borgas.
Kopfzerbrechen bereitet Borgas hingegen das Stammwerk in Visp/VS, wo die Kosten in Schweizer Franken anfallen, die Einnahmen aber weitgehend in Euro und Dollar. "Kostenmässig können wir in Visp nicht mehr viel rausnehmen", betont der CEO. Eine Schliessung des Werkes sei aber kein Thema, versichert er.
ra/ps

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