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PRESSE/Nord/LB will bald auf schwache Kapitalausstattung reagieren

FRANKFURT (awp international) - Die Landesbank Nord/LB will bald auf das vergleichsweise schlechte Ergebnis beim europäischen Bankenstresstest reagieren. Konkrete Ankündigungen machte Nord/LB-Chef Gunter Dunkel in einem Gespräch mit der ?Börsen-Zeitung? (Samstagausgabe) aber nicht. "Das würde ich gerne zuerst mit unseren Trägern besprechen, bevor ich darüber öffentlich spekuliere. Ich darf allerdings sagen, dass sich unsere Träger darüber im Klaren sind, dass vor dem Hintergrund der Stresstestergebnisse und von Basel III die Kapitalisierung der Bank in absehbarer Zeit auf der Tagesordnung stehen wird."
Es gebe unter den Trägern den Grundkonsens, die Bank im wahrsten Sinne des Wortes zu tragen. Eigentümer der Nord/LB sind die Bundesländer Niedersachsen (41,75 Prozent), der Sparkassenverband Niedersachsen (37,25), Sachsen-Anhalt (8,25), die Sparkassen Sachsen-Anhalts (7,53) und diejenigen Mecklenburg-Vorpommerns (5,22). Die Nord/LB hatte beim Bankenstresstest nur knapp die Hürde von 6 Prozent für die Kernkapitalquote geschafft.
Das Wort "Kapitalerhöhung" nahm Dunkel in dem Interview nicht in den Mund. Stärkung des Kapitals könnte auch heissen, dass das Institut seine Bilanz weiter verschlankt und sich von Beteiligungen trennt. Verkaufen will die Nord/LB unter anderem ihren Anteil an der DekaBank. Die Norddeutschen halten zusammen mit ihrer Tochter Bremer Landesbank gut 10 Prozent am Vermögensverwalter der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Beteiligung an der DekaBank gehöre nicht zum Kern dessen, was die Nord/LB in die Zukunft trage, sagte Dunkel.
Sinnvoller sei eine Fokussierung auf Kerngeschäfte. Was die Möglichkeit eines Zusammengehens von Landesbanken angeht, äusserte er sich "sehr skeptisch, dass es wirklich vernünftige Konsolidierungsoptionen gibt". Überzeugende Lösungsansätze im Sinne der Nord/LB könne er nicht erkennen. Für das laufende Geschäftsjahr erwarte die Nord/LB einen "wahrnehmbaren" Gewinn, so Dunkel. Mit dem ersten Halbjahr, über das die Bank am Dienstag berichten wird, zeigte er sich "recht zufrieden"./zb

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