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Zürich (awp) - Nach Ansicht des Raffineriebetreibers Petroplus muss die europäische Raffineriebranche Überkapazitäten Abbauen. "Die Krise hat unsere Industrie grundlegend verändert... Alle Akteure sehen daher ein, dass es im Markt grosse Überkapazitäten gibt" erklärte CEO Jean Paul Vettier im Interview mit "Finanz und Wirtschaft" (Vorabdruck, Ausgabe 23.03.).
Selbst Politiker in Brüssel hätten begriffen, dass es in Europa zu viele Raffinerien gibt. "Es braucht daher eine tiefgreifende Restrukturierung, wobei Verarbeitungskapazitäten von rund 1 Mio. Fass Öl pro Tag stillgelegt werden müssen", so Vettier weiter. Nur dann könne die Branche wieder profitabel arbeiten. Deshalb rechnet der Firmenchef in den nächsten 10 Jahren, dass von den momentan etwa 110 Raffinerien in Europa etwa 20 verschwinden werden.
Petroplus selbst sei ebenfalls in einer Restrukturierungsphase. Bis 2009 sei der Konzern mehr auf finanzieller Basis geführt worden. Mittlerweile sei jedoch allen Mitarbeitern klar, dass Petroplus ein Industriekonzern sei und Erfolge nur aus dem operativen Geschäft kommen können. Deshalb konzentriere man sich darauf, dass Beste aus den Raffinerien zu holen.
"Wir haben uns daher zum Ziel gesetzt, die Gewinnschwelle bis Ende 2012 um 1,25 USD pro verarbeitetem Fass Öl zu senken", so Vettier. Nach einem Jahr sei man nun dem Fahrplan mit einer Verringerung der Gewinnschwelle um 1 USD pro Fass bereits voraus. "Das mag zwar auf den ersten Blick nach wenig erscheinen... jedoch bedeutet 1 USD pro Fass für die gesamte Gruppe rund 200 Mio USD mehr operativen Gewinn".
Angesprochen auf weitere Akquisitionen erklärte der CEO, dass weitere Übernahmen nicht ausgeschlossen seien. Jedoch gehe es nicht mehr darum, um jeden Preis zu wachsen, sondern um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. "Das heisst, wir kaufen keine Raffinerie, die wir zuerst mit viel Aufwand fit trimmen müssen...ein Standort muss vernünftig gross sein". Ideal wäre eine Anlage in der Grösse der eigenen Raffinerie in Coryton, dem derzeit grössten Standort des Unternehmens. "Von den Raffinerien, die auf dem Markt sind, erfüllen jedoch nur wenige diese Kriterien", so Vettier weiter.
dl

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