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Bern (awp/sda) - Ein starkes Anschnellen der Strompreise bei einem Ausstieg aus der Kernenergie ist keinesfalls sicher. Verlässliche Prognosen zur Entwicklung seien nicht möglich, sagte Preisüberwacher Stefan Meierhans dem "Sonntag" (Ausgabe 26. Juni) und warnt die Haushalte vor allzu grosser Panik.
Der Anteil der Energiekosten am Endpreis, die der Konsument zahle, betrage nur 30%, rechnete Meierhans im Gespräch mit der Zeitung vor. Werde die Stromerzeugung ohne Kernenergie 20 bis 30% teurer, zahle der Kunde nur 10 bis 15% mehr, sagte der Preisüberwacher.
Warnungen vor einer Verdoppelung der Preise würden möglicherweise bewusst gemacht, sagte Meierhans. Trotz teurer Investitionen in die Netze relativiere aber auch der Energieverbrauchs-Mix inklusive Heizöl, Benzin oder Fernwärme düstere Prognosen weiter.
"Denn am Gesamtenergieverbrauch hat Atomkraft bloss einen Anteil von 10%", sagte Meierhans. Die Entwicklung der Öl- und Gaspreise dürften in den nächsten 50 Jahren daher einen grösseren Einfluss auf die Energiekosten der Haushalte haben als ein Atomausstieg.
cc

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