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PRESSE/Richemont-CEO: USA fallen als Luxusmarkt noch mehrere Jahre aus

Dieser Inhalt wurde am 02. November 2009 - 07:00 publiziert

DÜSSELDORF (awp international) - Die USA fallen nach Einschätzung des Chefs des Luxuskonzerns Richemont, Norbert Platt, noch mehrere Jahre als wichtiger Markt für Luxusprodukte aus. Im Gegensatz dazu sei der chinesische Luxusmarkt bereits wieder über dem Niveau des guten Jahres 2008 angekommen, sagte Platt der am Montag erscheinenden "WirtschaftsWoche". "In China geht es wieder bergauf. Dort und in den angrenzenden Regionen haben wir eine Reihe von Marken, die in diesem August schon wieder ein besseres Geschäft gemacht haben als im sehr starken August 2008."
Dagegen sei die Lage in den USA nach wie vor schwach. "In den USA hat man ein schlechtes Gewissen, wenn man sich etwas gönnt, während der Nachbar oder Kollege vielleicht gerade gefeuert worden ist. Fast jeder dort kennt ein Opfer der Krise. Selbst die Superreichen halten sich in den USA zurück, weil sie es für nicht opportun halten, zu Krisenzeiten mit einem 500'000 USD teuren Geschmeide herumzulaufen", erläuterte Platt.
Der US-Markt werde noch Jahre brauchen, ums ich zu erholen. Viele Verbraucher hätten dort über ihre Verhältnisse gelebt, sagte Platt. Jetzt müssten sie ihre Schulden abbauen oder Ersparnisse - oft auch für das Alter - aufbrauchen. "Das ist ein Prozess, der nicht in ein paar Monaten abgeschlossen sein wird. Ich fürchte, die USA werden - unabhängig von der aktuellen Krise - in den kommenden Jahren ein schwieriges Umfeld für die Luxusbranche. Hinzu kommt, dass die Amerikaner nicht nur im eigenen Land als Käufer ausfallen, sondern auch als Reisende wegbleiben, die in anderen Ländern Luxusgüter kaufen", meinte der Richemont-Chef.
Richemont wird den Halbjahresbericht 2009/10 am 13. November 2009 publizieren.
/pi/DP/he

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