Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Zürich (awp) - Der Roche-Familienpool und Maja Oeri halten an der Unabhängigkeit von Roche und dem Konzernsitz in Basel fest. "Das ist uns versichert worden", erklärte Roche-CEO Severin Schwan im Interview mit der "Handelszeitung" (HaZ; Vorabdruck der Ausgabe vom 31.03.). Für Roche als Unternehmen ändere sich daher mit dem Aufbruch des Aktionärspools der Familie Hoffmann-Oeri nichts.
Ob allenfalls weitere Familienmitglieder aus dem Pool ausscheren könnten, sei reine Spekulation. Der Familienpool behalte seine Rolle als stärkster Aktionär von Roche. "Ausserdem hat der Pool neu eine gemeinnützige Stiftung aufgenommen. Die kinderlosen Mitglieder des Pools sehen vor, ihre Beteiligung an Roche nach ihrem Ableben dieser Stiftung zu übertragen. Damit erhält der Pool eine zusätzliche Langfrist-Dimension", so der CEO. Zum Aufstellen von Abwehrszenarien - zum Beispiel gegen einen Übernahmeversuch des Grossaktionärs Novartis (hält 33% an Roche) - gebe es keinen Anlass.
Vom Erdbeben und der Tsunami-Katastrophe in Japan seien einzelne Fabriken von Roche betroffen. "Allerdings entstanden an den Gebäuden keine grosse Zerstörungen. In den Labors hat es natürlich auch geschüttelt. Im Moment ist es noch schwierig, das genaue Ausmass der Schäden zu beziffern." Auch die Stromknappheit treffe Roche. Für die Gruppe werde aber insgesamt nicht mit "signifikanten materiellen" Schäden gerechnet. "Bisher gibt es keinen Grund, den Ausblick für das Geschäftsjahr zu ändern."
Zu der Entwicklung des Medikaments Avastin, welches von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA im Sommer in der Behandlung von Brustkrebs aus der Liste der Medikamente mit Anspruch auf Rückerstattung gestrichen worden ist, sagt Schwan: "Bei der Indikation Brustkrebs vertritt die FDA eine andere Meinung. Uns freut es aber, dass die Europäer den Nutzen von Avastin für Brustkrebs ohne Wenn und Aber bestätigt haben."
Sollte aber das Beispiel Avastin in den USA Schule machen, dann werde es für die Pharmabranche kritisch. "Es gibt einen Punkt, wo höhere Anforderungen an Sicherheit und Wirksamkeit kontraproduktiv sind und die Innovation hemmen. Ich befürchte, in den USA geht es in diese Richtung."
mk/dm

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???