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NEW YORK/TORONTO (awp international) - Der von einer feindlichen Übernahme des Bergbaukonzerns BHP Billiton bedrohte kanadische Düngemittelhersteller Potash bekommt offenbar Unterstützung aus China und Brasilien. Der staatliche chinesische Mischkonzern Sinochem und Brasiliens Eisenerzproduzent Vale hätten Kontakt mit den Kanadiern aufgenommen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag. Dabei sei es um erste Anfragen für mögliche weiterführende Gespräche gegangen. Alle drei Unternehmen lehnten einen Kommentar gegenüber der Agentur ab.
Vale hatte bereits Anfang des Jahres den US-Düngemittelherstellers Bunge übernommen. China hingegen ist einer der grössten Nutzer von Kali-Düngemitteln weltweit. Analysten sehen die Nachfrage angesichts des Bevölkerungswachstums in den kommenden Jahren noch wachsen.
Das "Wall Street Journal" hatte bereits am Freitag berichtet, Potash sondiere Partnerschaften mit einer Reihe von globalen Konzernen, um die Übernahme durch BHP Billiton abzuwehren. Als sogenannte weisse Ritter in Frage kämen Unternehmen etwa aus der Chemie- oder Agrarindustrie, aber auch chinesische Grossbanken.
BHP Billiton hatte Mitte vergangener Woche angekündigt, Potash notfalls auch gegen dessen Willen übernehmen zu wollen. Zuvor hatte der Vorstand des weltgrössten Kaliproduzenten das Angebot des britisch-australischen Bergbaukonzerns als zu niedrig zurückgewiesen. Der britisch-australische Konzern bietet bislang 130 US-Dollar je Aktie, das entspricht einer Gesamtsumme von 39 Milliarden Dollar. BHP Billiton will sich nun direkt an die Potash-Aktionäre wenden. Analysten rechnen damit, dass BHP Billiton seine Offerte noch deutlich aufstocken muss.
ang/dct/tw

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