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PRESSE/SNB/Danthine: Für Immobiliensektor sind Zinsen zurzeit klar zu tief

Basel (awp/sda) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) befindet sich laut Direktoriumsmitglied Jean-Pierre Danthine mit ihrer Geldpolitik in einem Dilemma. Für die Gesamtwirtschaft seien die Zinsen zwar angemessen, für den Immobiliensektor zurzeit aber klar zu tief.
Wenn sich die SNB nur auf den Immobilienmarkt oder die Binnenwirtschaft konzentrieren könnte, "dann würden wir sicher eine Zinserhöhung vollziehen", sagte Danthine in einem Interview mit der "Basler Zeitung" (Vorabdruck vom Samstag). Denn tiefe Zinsen seien ein fruchtbarer Boden für Übertreibungen.
Der Allgemeinzustand der Weltwirtschaft und der sehr starke Franken veranlassten die SNB aber zu einer weiterhin sehr vorsichtigen Geldpolitik. Die ungleichen Bedingungen für die Aussen- und die Binnenwirtschaft schränkten den geldpolitischen Spielraum der SNB ein.
Sollte die Europäische Zentralbank (EZB) wie angedeutet nächste Woche ihren Leitzins erhöhen, würde dies laut Danthine die Arbeit der SNB vereinfachen. "Denn die Zinsdifferenz ist wichtig für die Entwicklung des Wechselkurses, und diese Zinsdifferenz zwischen dem Euro und dem Franken bewegen sich auf einem historisch gesehen ungewöhnlich niedrigen Niveau".
Die Frage, ob die SNB die Zinsen erhöhe, sei stark abhängig von zwei Faktoren: wie sich die weltweite Nachfrage für die Exportwirtschaft entwickelt und was die anderen Notenbanken tun.
mk

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