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Zürich (awp) - Die Geldpolitik in der Schweiz muss laut SNB-Vizepräsident Thomas Jordan über die Zeit restriktiver werden, damit die Preisstabilität mittelfristig gewährleistet sei. Allerdings seien die monetären Bedingungen derzeit angemessen, wenn auch unausgeglichen, verteidigt Jordan die anhaltende Tiefzinspolitik der SNB im Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" (FuW; Vorabdruck der Ausgabe vom 30.03.).
Zwar würden die Zinsen auf einem sehr tiefen Niveau liegen und seien für den Binnensektor äusserst komfortabel. Auf der anderen Seite stelle aber der starke Franken für den Exportsektor eine grosse Herausforderung dar, so Jordan. Der Wechselkurs sei ein wichtiger Indikator für die Zinspolitik. "Ein fester Franken dämpft die Konjunktur und die Inflation. Das berücksichtigen wir." Bei einer deutlichen Abschwächung des Frankens müsste die SNB das Zinsniveau anheben.
Die Frage, wie hoch ein Zinsanstieg ausfallen müsse, damit die Inflation unter 2% gehalten werden könne, lasse sich nicht exakt beantworten. "Tempo und Ausmass der geldpolitischen Normalisierung hängen vom Verlauf der Erholung und vom inflationären Druck ab", so Jordan. "Die Erfahrung zeigt, dass im Gleichgewicht etwa ein nominaler Kurzfristsatz von 2,5 bis 3,5% angemessen ist, berechnet aus einem Realzins von circa 1,5% und einer Inflation von 1 bis 2%." Dies sei aber eine vereinfachte Formel.
Über die Aufwertung des Frankens zum US-Dollar zeigt sich Jordan besorgt. "Durch die Aufwertung werden die monetären Bedingungen restriktiver und das schränkt unseren Spielraum ein, die Zinsen zu normalisieren." Die SNB behalte sich Deviseninterventionen vor, falls sich dies aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung aufdrängen würde.
mk/tp

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