Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Zürich (awp/sda) - Besonders weit sind Regierungen und Notenbanken in der Banken-Regulierung nach den Worten von Philipp Hildebrand noch nicht. Die Bemühungen befänden sich "in der ersten Halbzeit", sagte der seit drei Wochen amtierende Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB) in Gesprächen mit der Sonntagspresse.
"Die Sache ist hochkomplex und die Lösung wird nicht einfach sein", sagte Hildebrand der "SonntagsZeitung". Der Reformplan sei relativ klar, aber über die Details würde weiter verhandelt. Weltweit gebe es aber wachsenden Widerstand der Banken dagegen.
Klar sei, dass die Gefahr des Kollapses einer grossen internationalen Bank stark eindämmt werden müsse. Es brauche zudem mehr Mechanismen als erstens die Staatsgarantie und zweitens einen chaotischen Kollaps à la Lehman Brothers, sagte der oberste Schweizer Währungshüter.
Der UBS-Rettung im Herbst 2008, die sich nach dem Zusammenbruch der US-Bank notwendig wurde, war nicht von Anfang an eine Chance auf Erfolg beschieden gewesen. Dies sei allen Beteiligten klar gewesen: "Die Kugel ging ziemlich nahe am Kopf vorbei", sagte Hildebrand.
Hildebrand gab zu, dass das Problem "Too Big to Fail" der zwei Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse noch immer nicht gelöst sei. Allerdings hätten die beiden Banken ihre Handelsbestände reduziert und damit die Investmentsparten redimensioniert. Mit diesen Abteilungen fuhren die Banken 2008 die grössten Verluste ein.
Gleichzeitig verteidigt Hildebrand das Universalbankenmodell, nach dem die UBS und Credit Suisse ausgerichtet sind. Das Universalbankenmodell bedeute eine Risikoverteilung, erklärte Hildebrand im Gespräch mit der Westschweizer Zeitung "Le Temps" (Samstagsausgabe).
In den 1980er Jahren hätten die Verluste aus der Immobilienkrise durch die Gewinne der Investmentbank aufgefangen werden können. Als weltweit tätige Institute müssten UBS und CS ihren Kunden umfassende Dienstleistungen anbieten können, und dazu gehörten die Dienste der Investment-Abteilung.
Hildebrand warnte im Gespräch mit "Le Temps" vor neuen Boni-Exzessen. Die Gewinne der Grossnanken, die häufig nur als Folge der Hilfe durch die Notenbanken möglich seien, dürften nicht in den Bonus-Töpfen, in Dividenden oder im Aktienhandel verschwinden.
Stattdessen sollten die Erträge verwendet werden, um das geschrumpfte Eigenkapital der Banken wieder zu vermehren. Hildebrand unterstrich aber auch, dass er die Vergütungsfrage strikt aus dem Winkel der Nationalbank, also unter dem Aspekt der Finanz-Stabilität, anspreche.
In der Frage der Dividenden-Ausschüttung müsse die Schweiz regulatorisch eventuell weiter gehen als andere Länder. Dies wegen des "übergrossen" Gewichts der UBS und der CS in der Schweizer Wirtschaft, sagte Hildebrand.
Bezüglich Wechselkursentwicklung wiederholte Hildebrand Aussagen, die er eine Woche zuvor bereits gegenüber Agenturen gemacht hatte. Demnach will die SNB eine übermässige Aufwertung des Frankens zum Euro weiterhin verhindern.
uh

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???