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HAMBURG (awp international) - Europas grösster Softwarekonzern SAP setzt einem Zeitungsbericht zufolge seinen Sparkurs in der Personalpolitik unvermindert fort. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD/Donnerstagausgabe) wies das zuständige Vorstandsmitglied Angelika Dammann hochrangige Manager an, auch in diesem Jahr möglichst keine neuen Mitarbeiter anzuwerben. Frei werdende Stellen sollten intern besetzt, nur selektiv solle neu eingestellt werden. "SAP will sein internes Potenzial ausnutzen und möglichst seine eigenen Leute weiterentwickeln", sagte ein Sprecher dazu der "FTD".
Damit beuge sich SAP der enormen Margenerwartung in der Branche, hiess es in dem Bericht. Das Unternehmen hat sich höchst ambitionierte Gewinnziele gesetzt: Die operative Marge soll langfristig auf 35 Prozent steigen. 2010 dürfte sie noch zwischen 30 und 31 Prozent gelegen haben. Das Walldorfer Unternehmen muss sich mit dem Hauptrivalen Oracle messen, der hier noch weitaus höhere Werte vorweisen kann. Personalkosten sind ein wichtiger Posten, bei dem SAP sparen kann.
Der Softwareanbieter ist nach der Wirtschaftskrise vorsichtig geworden. Seit 2008 gibt SAP keine Prognose über künftige Mitarbeiterzahlen mehr ab. 2009 musste SAP erstmals in seiner Geschichte Tausende Stellen streichen. Schon im vergangenen Jahr hiess es, nur besonders Qualifizierte würden neu rekrutiert. Die Zahl der Angestellten war zuletzt vor allem durch Übernahmen wie die des Softwareentwicklers Sybase 2010 gestiegen. Durch den Kauf kamen 4.000 Menschen ins Unternehmen. Ende September hatte SAP weltweit fast 53.000 Mitarbeiter./zb

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