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Zürich (awp) - Die französische Finanzministerin Christine Lagarde spricht sich gegen eine Abgeltungssteuer mit der Schweiz aus. Sie verfolge die gegenwärtigen Verhandlungen zwischen der Schweiz, Deutschland und Grossbritannien. "Die Abgeltungssteuer entspricht nicht unserer Logik", erklärte Lagarde im Interview mit der "Handelszeitung" (HaZ; Vorabdruck vom 27.01.). Für Frankreich gebe es nur den Weg des automatischen Informationsaustauschs.
Leider hätten sich in der EU Österreich und Luxemburg dem automatischen Informationsaustausch widersetzt, bedauert Lagarde. "Ich hoffe, dass wir dieses Ziel eines Tages dennoch erreichen werden."
2010 habe Frankreich durch die Überführung von Steuersündern - oder die Regularisierung der Steuerdossiers, wie Lagarde sagt - rund 1 Mrd EUR zusätzliche Steuern eingenommen. "Wir werden in unseren Anstrengungen nicht nachlassen und alle zur Verfügung stehenden, legalen Mitteln nutzen", kündigt die Finanzministerin an.
Auf die Anfrage, ob Frankreich auch CDs mit Kundendaten von Schweizer Banken kaufen werde, antwortete Lagarde: "Dazu sage ich nichts. Es existiert ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Frankreich und der Schweiz, das revidiert wurde, um die Amsthilfe bei Steuerdelikten auf den neusten Stand zu bringen."
mk/dm

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